Alpenverein plant Kletterhalle
Alpinzentrum an der Coburg

Münster -

Mit den Plänen für einen Kletterpark im Gasometer erlebte der Alpenverein einen Absturz. Jetzt gibt es einen neuen Anlauf in Münster.

Freitag, 07.12.2018, 07:00 Uhr aktualisiert: 07.12.2018, 07:30 Uhr
So ähnlich könnte sich das geplante Alpinzentrum auf dem rückwärtigen Gelände an der DJK-Sportschule entlang der Gasselstiege darstellen.
So ähnlich könnte sich das geplante Alpinzentrum auf dem rückwärtigen Gelände an der DJK-Sportschule entlang der Gasselstiege darstellen. Foto: DAV/DJK

Der Alpenverein ( DAV) hegt hochtrabende Pläne auf dem Gelände der DJK-Sportschule an der Grevener Straße. Doch die Begeisterung der Bergsteiger und Kletterer für das geplante Alpinzentrum will bei den Anwohnern im nahe gelegenen Wohnquartier an der Prins-Claus-Straße jenseits der Coburg nicht so recht verfangen.

Sie befürchten unter anderem störenden Lärm durch den Betrieb einer Kletterhalle. „Ich denke, es wird nicht einfach für uns“, räumt Christoph Jöst, zweiter Vorsitzender der DAV-Sektion Münster, nach einem Gespräch mit einigen Anwohnern ein.

Dabei hat der rund 5200 Mitglieder starke Alpenverein seine Pläne zwischenzeitlich schon überarbeitet: War im Frühjahr noch ein Kletterturm in Wurfweite zum Wohngebiet vorgesehen, sind die auf dem DJK-Gelände entlang der Gasselstiege geplanten Kletterhallen davon deutlich auf Abstand gegangen.

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In der Höhe fällt der Gebäudekomplex (rot) nach Norden auf eine zweigeschossige Bauweise ab. Foto: DAV

Privater Investor soll helfen

Der Alpenverein will sein Sektionszentrum auf dem Gelände der DJK-Sportschule einrichten, nachdem die ursprüngliche Idee für eine Nutzung des Stadtwerke-Gasometers als Kletterpark aus finanziellen Gründen gescheitert ist. Nun sollen Kletter- und Boulder­halle mithilfe eines privaten Investors, der Kletter-Bar GmbH, verwirklicht werden. Die betreibt bereits erfolgreich drei solche Hallen, heißt es. Zwischen zwei und drei Millionen Euro wolle der private Investor für das Alpinzen­trum an diesem Standort investieren, sagt Christoph Jöst – „mehr als der Alpenverein allein könnte“.

Auch für den in finanzieller Bedrängnis steckenden Trägerverein der DJK-Sportschule wäre die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Alpenverein und der Kletter-Bar ein Befreiungsschlag. Von einem „Gewinn für alle drei Beteiligten“ spricht der erste Vorsitzende Wolfgang Zalfen. Auf dem DJK-Gelände selbst stünden 68 Parkplätze bereit. In diesem Zuge soll auch der große Rasenplatz der Sportschule in zwei Kleinspielfelder umgewandelt werden.

Gastronomie ist nicht vorgesehen

Bei der Kletterhalle ist ein aufsteigendes Pultdach vorgesehen, das den Plänen zufolge an der höchsten Stelle 16 Meter misst und an der Außenseite eine Kletterwand anbietet. Diese Höhe sei notwendig, um entsprechende Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten anbieten zu können. Die angrenzende Boulderhalle und das Sektionszentrum sollen zwei- bzw. dreigeschossig werden.

Eine Gastronomie sei auf dem Gelände nicht vorgesehen, erklärte Zalfen. Auch bei den Betriebszeiten zeigten sich DAV und DJK gegenüber den Nachbarn gesprächsbereit. Eine Bauvoranfrage bei der Stadt soll zeitnah gestellt werden.

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