Gaststätte am Rosenplatz
Zechpreller beleidigen und schlagen Wirt

Münster -

Körperverletzung, Beleidigung und Zechbetrug: Was am Montagabend in einer Gaststätte am Rosenplatz in Münster mit ein paar gesungenen Nikolausliedern begann, endete mit ganz unschönen Szenen. Für zwölf Männer aus dem Münsterland hat das ein Nachspiel. 

Dienstag, 11.12.2018, 14:56 Uhr aktualisiert: 11.12.2018, 15:10 Uhr
Gaststätte am Rosenplatz: Zechpreller beleidigen und schlagen Wirt
Foto: dpa

Wie die Polizei berichtet, sangen am Montag (10. Dezember) zwölf Männer in einer Gaststätte am Rosenplatz gegen 20.30 Uhr lautstark Nikolauslieder, beleidigten den Wirt und verließen die Bar ohne zu bezahlen.

Übrige Gäste des Lokals fühlten sich durch das Verhalten der 55- bis 60-jährigen Besucher aus dem westlichen Münsterland gestört. Der 45-jährige Gastwirt mit türkischen Wurzeln forderte die alkoholisierten Männer daraufhin auf, den Gesang einzustellen. Diese Bitte ignorierten die singenden Gäste und unterstellten ihm, als Moslem keine Weihnachtslieder zu mögen, heißt es in der Mitteilung der Polizei.

Mit Bier übergossen

Demnach verwies der Inhaber des Lokals die Sänger der Gaststätte. Ein 55-jähriger Sangesbruder schüttete ihm daraufhin ein Glas Bier über den Kopf, schlug ihm ins Gesicht und schubste ihn zu Boden. Einen Angestellten, der schlichtend eingriff, stießen einige der Männer ebenfalls gegen die Brust und verließen im Anschluss die Bar ohne für die verzehrten Getränke zu zahlen. Der 55-Jährige rief dem Wirt als Begründung zu, dass man "Taliban" nicht unterstützen werde.

Hinzugerufene Polizisten erteilten den Störenfrieden Platzverweise. Sie müssen sich nun wegen Körperverletzung, Beleidigung und Zechbetrug verantworten.

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