Stadt geht neue Wege
Nordostausgang am Hauptbahnhof wird dauerhaft geöffnet

Münster -

Wer den Hauptbahnhof Münster bislang in Richtung Bremer Platz verlassen wollte, der durfte einen gehörigen Umweg durch die Haupthalle und den Hamburger Tunnel nehmen. Die Stadt hat nun entschieden, den Nordostausgang dauerhaft zu öffnen und damit einen direkten Zugang zur Ostseite zu ermöglichen.

Dienstag, 18.12.2018, 17:00 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 17:12 Uhr
 So stellte sich die Situation am Nordostausgang noch vor wenigen Wochen dar. Jetzt sind die schweren Metalltüren verschwunden, der Ausgang zum Bremer Platz geöffnet.
 So stellte sich die Situation am Nordostausgang noch vor wenigen Wochen dar. Jetzt sind die schweren Metalltüren verschwunden, der Ausgang zum Bremer Platz geöffnet. Foto: Pjer Biederstädt

Der Nordostausgang des Hauptbahnhofs kann aus Sicht der Stadtverwaltung weiterhin genutzt werden. Darauf hat sich der Verwaltungsvorstand der Stadt am Dienstag verständigt. Nach Angaben von Stadtrat Wolfgang Heuer möchte die Stadtverwaltung zugleich das Angebot der Westfälischen Bauindustrie (WBI) annehmen, das Erdgeschoss des Parkhauses Bremer Platz zum Radparken zu nutzen.

Wie berichtet, ist auf der Ostseite des Bahnhofs baustellenbedingt der nördliche Zugang eigentlich nur als Notausgang und für Lieferanten freigegeben. So steht es in einem Vertrag zwischen der DB und dem Bauherrn. Anfang November wurde der Ausgang jedoch anlässlich eines Fußballspiels mit zahlreichen auswärtigen Besuchern geöffnet und seitdem nicht wieder geschlossen.

Fahrräder sollen im Parkhaus unterkommen

„Der Verwaltungsvorstand hat entschieden, im Sinne der Bahngäste die dauerhafte Öffnung zu tolerieren“, so Ordnungsdezernent Heuer. Kritisch ist nach seinen Angaben allerdings die Situation für Fußgänger aus dem Tunnel in Richtung Schillerstraße. Dort versperren abgestellte Fahrräder die Gehwege, Fußgänger müssen stellenweise die Straße benutzen und sind durch den Kfz-Verkehr gefährdet.

„Wenn nun das Erdgeschoss des benachbarten Parkhauses als Fahrrad-Abstellanlage genutzt werden kann, bringt das eine deutliche Entlastung“, erläutert Heuer. „Dort könnten mehr als tausend Fahrräder trocken stehen.“ Die Stadtverwaltung werde mit der WBI umgehend die Modalitäten für die Nutzung klären.

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