Vortragsreihe „Wissensimpulse“
„Verkaufen ist Umgang mit Menschen“

Münster -

Was haben Weihnachtskarten mit Verkaufen zu tun? Nun, eine ganze Menge. Und das nicht nur mit Blick auf den üblichen Tausch Ware-Geld im Einzelhandel. Beim Verkaufen geht es um den Umgang mit Menschen – und zwar einen persönlichen und vertrauensvollen, wie Klaus-J. Fink beim jüngsten Vortragsabend der Reihe „Wissensimpulse“ verdeutlichte.

Dienstag, 18.12.2018, 21:00 Uhr
„Verkaufen ist Umgang mit Menschen“: Diese Kernbotschaft vermittelte Klaus-J. Fink bei den WN-Wissensimpulsen.
„Verkaufen ist Umgang mit Menschen“: Diese Kernbotschaft vermittelte Klaus-J. Fink bei den WN-Wissensimpulsen. Foto: Hubertus Kost

Wer in diesen Tagen noch Weihnachtskarten versendet, dem gab Klaus-J. Fink einen ebenso charmanten wie deutlichen Hinweis. „Schreiben Sie ein paar persönliche Zeilen,“ forderte er sein Publikum auf. Eine noch so schöne Karte mit nur einem eingedruckten Text und einem Namen sei einfach unpersönlich und zeige keine Wertschätzung für den Adressaten.

Und was hat das mit dem Thema „Jeder ist ein Verkäufer“ zu tun, mit dem der prominente Verkaufstrainer und Jurist einen großen Zuhörerkreis in seinen Bann zog? Sehr viel, denn: „Verkaufen ist Umgang mit Menschen.“ Das war die Kernbotschaft, die Klaus-J. Fink am Montagabend in der Veranstaltung „Jeder ist ein Verkäufer“ im Rahmen der Reihe WN-Wissensimpulse vermittelte.

persönliches Miteinander, Kommunikation und Vertrauen

Der wirtschaftliche Aspekt des Themas war zwar ein Schwerpunkt, aber zum „Verkaufen“ im weiteren Sinn gehörten zum Beispiel auch persönliches Miteinander, Kommunikation und Vertrauen. „Wir streben alle nach Anerkennung,“ betonte der Dozent – und eigentlich sei es doch gar nicht schwierig, im täglichen Umgang miteinander Anerkennung zu geben und sich entsprechend zu verhalten.

Verhalten ist aus Sicht des Top-Trainers eine enorm wichtige Eigenschaft nicht nur für Verkäufer. „Verhalten ist wichtiger als Fachwissen,“ sagt Klaus-J. Fink. Wissen gebe Sicherheit, Fachwissen bedeute aber nicht, mit Fachbegriffen um sich zu werfen. Deshalb „lassen Sie bei Gesprächen den Techno-Quatsch raus.“ Es komme auf die richtige Dosierung von Wissen und Verhalten an, also auf die Kommunikation. Wer Produkte und Dienstleistungen verständlich erläutern könne, der gewinne Vertrauen.

Stichwort Vertrauen: Darin stecke ja auch „trauen“. Und eigentlich könnten sich viel mehr Kunden trauen, etwas zu fragen. Klaus-J. Fink nannte als Beispiel den Restaurantbesuch: „Sechs von sieben Gästen, die nicht zufrieden sind, beschweren sich nicht – sie kommen einfach nicht wieder.“

Entwickeln Sie Leidenschaft und Begeisterung für die Dinge, die Sie tun.

Klaus-J. Fink

Zu den Faktoren, die für beruflichen und persönlichen Erfolg wichtig seien, zählt der Dozent Persönlichkeit und Identifikation. „Entwickeln Sie Leidenschaft und Begeisterung für die Dinge, die Sie tun.“ Was man aber auch darf: „Pflegen Sie Ihre Macken.“

Noch einmal zurück zu den Weihnachtskarten: Bei bereits versendeten „unpersönlichen“ Grüßen ist jetzt nichts mehr zu machen – aber im nächsten Jahr wird es bestimmt besser.

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