West-Lotto eröffnet eigenes Geschäft
Experimentierfeld für Lotto

Münster -

Das neue Geschäftslokal im Aaseemarkt bezeichnet das Unternehmen West-Lotto als Experimentierfeld. Ziel sei es, jüngere Kundengruppen zwischen 20 und 30 Jahren zu gewinnen. Der klassische Lottospieler ist demnach heute 55 Jahre alt.

Freitag, 04.01.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 04.01.2019, 07:05 Uhr
Wie eine Markthalle sieht das neue Geschäftslokal aus, das West-Lotto im Aaseemarkt als Pilotprojekt eingerichtet hat.
Wie eine Markthalle sieht das neue Geschäftslokal aus, das West-Lotto im Aaseemarkt als Pilotprojekt eingerichtet hat. Foto: Lotto

West-Lotto geht neue Wege. „Kurzfristig ergab sich im Aaseemarkt die Chance“, erzählt Vertriebsleiter Andreas Schmidt, „einen sogenannten ,West-Lotto Concept Store’ einzurichten.“ Das Konzept für die Einzelhandelsfläche stammt von West-Lotto, Betreiberin ist die Tochtergesellschaft von Lotto, das Unternehmen West-Event.

Normalerweise kümmern sich rund 3350 Handelspartner in Nordrhein-Westfalen um das Lottogeschäft. Ganz klassisch meistens eingebunden in das Sortiment Tabak und Presse, so Vertriebsleiter Schmidt.

Neue Zielgruppen

In der Aaseestadt geht Lotto nun aber neue Wege. „Für uns ist der Laden ein Experimentierfeld“, sagt Schmidt und verweist in diesem Zusammenhang auf einen Mehrwert für die Vertragspartner. Ziel sei es, neue Kundengruppen zu erreichen. Der klassische Lottokunde ist demnach um die 55 Jahre alt. Das Unternehmen West-Lotto möchte aber auch Kunden zwischen 20 und 30 Jahren erreichen, die weniger mit Tabakwaren zu tun hätten und eher digitale Produkte bevorzugten.

Als klar gewesen sei, dass der bisherige Lotto-Partner im Aaseemarkt aus persönlichen Gründen nach dem Umbau den Betrieb nicht fortführen wird, griff West-Lotto zu. Jetzt führt zum ersten Mal die Tochtergesellschaft West-Event ein Ladenlokal in eigener Regie – mit fünf Mitarbeitern.

Lotto als Erlebnis

Das 120 Quadratmeter große Geschäft im Aaseemarkt erscheint in einem modernen Design und vereint traditionelle Serviceleistungen mit digitalen Spielmöglichkeiten sowie neuen und wechselnden Sortimenten, so das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Nicht nur der moderne Ladenbau von einem Designer aus Berlin soll den Marktstand unterstreichen, auch das neue Sortiment – unter anderem mit Lifestyle und Geschenkartikeln. „Lotto als Schein auszufüllen, ist für junge Leute nicht sexy genug“, betont Schmidt. „Diese Kundengruppe braucht ein anderes Erlebnis.“ Der Vertriebschef ist überzeugt: „So etwas gab es in dieser Kombination bisher in der Lotto-Welt nicht.“

„Wenn wir das Vertriebsnetz von West-Lotto weiterentwickeln wollen, dann müssen wir stärker wie unsere Händler denken“, betont der Vertriebschef. Er denkt darum auch über neue Konzepte mit der Post nach und spricht über Digitalisierung, Ladenbau und interaktive Bildschirme.

„Die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden verändern sich durch die Digitalisierung immer schneller, deshalb wollen und müssen wir unser Angebot fortlaufend weiterentwickeln und das Spielerlebnis weiter optimieren“, sagt West-Lotto-Geschäftsführer Andreas Kötter. „Mit dem Concept Store in Münster haben wir einen Ort geschaffen, an dem wir in Interaktion mit unseren Kunden neue Ideen testen können. Von diesen Erfahrungswerten werden auch unsere selbstständigen Vertriebspartner in den Annahmestellen profitieren.“

Auch die Post ist mit im Boot

Im ersten Concept Store an der Von-Witzleben-Straße 2 in Münster können die Kunden ihre Lottoscheine zum Beispiel an digitalen Terminals selbst ausfüllen und ihre Spielquittung später an der Kasse an der „Lottobar“ abholen.

Neue Kooperationsmodelle mit externen Partnern vervollständigen die Einkaufsatmosphäre, heißt es weiter. So wird ab sofort zum Beispiel der Fahrradhändler Rose-Bikes aus Bocholt sein Angebot im neuen Geschäft von West-Lotto präsentieren. Auch die Services der Deutschen Post können vor Ort genutzt werden. Um Wartezeiten bei der Paketausgabe zu verkürzen, wird die Deutsche Post hier ein Selbstbedienungssystem testen.

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