Neujahrsempfung mit Preisverleihungen
Uni lädt die Batterien auf

Münster -

400 geladene Gäste starteten am Freitagabend im Schloss mit der Universität Münster ins neue Jahr. Den Neujahrempfang nutzte Rektor Prof. Johannes Wessels für grundsätzliche Worte.

Freitag, 11.01.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 14.01.2019, 11:45 Uhr
Das Rektorat mit Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (vorne, rechts) verlieh den Forschungspreis 2018 an Prof. Dr. Martin Winter (vorne, Mitte) und den Studierendenpreis 2018 an den Studentischen Besuchsdienst e.V.
Das Rektorat mit Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (vorne, rechts) verlieh den Forschungspreis 2018 an Prof. Dr. Martin Winter (vorne, Mitte) und den Studierendenpreis 2018 an den Studentischen Besuchsdienst e.V. Foto: WWU/Peter Leßmann

Rund 400 Gäste begrüßte das Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) am Freitagabend in der voll besetzten Aula des münsterischen Schlosses zum Neujahrsempfang . Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Wissenschaft in der Gesellschaft“.

„Wir haben ein ausgesprochen arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr 2018 erlebt“, betonte Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels in seiner Neujahrsrede – vor allem mit Blick auf die Förderung von zwei Exzellenzclustern, der Eröffnung des Philosophikums und des Center for Soft Nanoscience sowie der Bewilligung von vier europäischen Forschungspreisen.

„Für 2019 wünschen wir uns natürlich einen Erfolg in der zweiten Förderlinie der bundesweiten Exzellenzstrategie: Es wäre für die gesamte Universität, für Münster und das Münsterland eine großartige Auszeichnung, wenn die WWU den Titel Exzellenz-Universität verliehen bekäme. Wir geben alles!“, so Wessels weiter.

Für die musikalische Begleitung sorgten Studierende der WWU-Musikhochschule, mehrere Mitglieder des Hochschulsports lieferten im Foyer einen Überraschungsauftritt ab.

Der Neujahrsempfang bildete auch in diesem Jahr den festlichen Rahmen, um mehrere Universitätspreise zu vergeben. Den mit 30.000 Euro dotierten Forschungspreis der WWU etwa, mit dem exzellente und international anerkannte Forschungsleistungen ausgezeichnet werden, an Prof. Dr. Martin Winter , Leiter des Batterieforschungszentrums „Meet“ der Universität. Das Preisgeld dient der Förderung weiterer profilbildender Forschungsaktivitäten des Preisträgers.

Winter, Professor am Institut für Physikalische Chemie, ist, so die Begründung, eine der international herausragenden und thematisch einflussreichsten Forscherpersönlichkeiten auf dem Gebiet der Materialforschung, insbesondere der Lithium-Ionen- und Lithium-Metall-Batterien. 150 Forschungsprojekte in den vergangenen zehn Jahren, 600 Publikationen in Fachzeitschriften, Büchern und Tagungsbänden sowie 70 Patente zeugen vom Elan der münsterischen Batterieforscher unter Winters Leitung.

Mit der Gründung des von ihm initiierten und geleiteten Batterieforschungszentrums „Münster Electrochemical Energy Technology“ (Meet) im Jahr 2010 und der Gründung des ebenfalls von ihm geleiteten Helmholtz-Instituts Münster bildet die Energiespeicher-Forschung in Münster eines der weltweit wichtigsten Kompetenzzentren, so die WWU.

Der „Studentische Besuchsdienst e.V.“ erhielt den mit 7500 Euro dotierten Studierendenpreis für außergewöhnliches Engagement. Das Preisgeld unterstützt das ehrenamtliche Engagement der Studierenden. Philipp Achenbach, Michael Geuenich und Florian Pap nahmen den Preis stellvertretend für den Verein entgegen.

Seit 2014 setzt sich der Verein für den Dialog zwischen Studierenden und älteren Menschen ein. Rund 180 Studierende aus verschiedenen Fachbereichen der WWU haben sich seit der Gründung in Einrichtungen der Altenpflege in Münster ehrenamtlich engagiert und regelmäßig in ihrer Freizeit Senioren besucht.

In rund 20 Einrichtungen bauen die Studierenden vor Ort entweder Eins-zu-eins-Beziehungen zu den Bewohnern auf oder engagieren sich in Gruppenaktivitäten. Durch den „Studentischen Besuchsdienst“ entsteht eine Brücke zwischen den Generationen, von der beide Seiten profitieren, heißt es in der Würdigung. Durch regelmäßige Diskussionsveranstaltungen zu Themen wie Demenz oder Mehrgenerationenhäusern werden zudem sensible Inhalte thematisiert und der Austausch mit der Bevölkerung gestärkt.

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