Protest-Aktion am Freitag
Schüler und Studenten wollen für das Klima streiken

Münster -

Für das Klima wollen am Freitag (18. Januar) Schüler und Studenten in über 40 Städten in Deutschland streiken – darunter auch in Münster. Das kündigt die Initiative „Fridays for Future Münster“ an.

Montag, 14.01.2019, 13:00 Uhr
Drei Protest-Aktionen – wie hier eine Mahnwache vor dem Rathaus – hat die Initiative „Fridays for Future Münster“ bereits durchgeführt.
Drei Protest-Aktionen – wie hier eine Mahnwache vor dem Rathaus – hat die Initiative „Fridays for Future Münster“ bereits durchgeführt. Foto: Fridays for Future Münster

An dem Aktionstag sind Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende und weitere junge Menschen aufgerufen, vor städtischen Rathäusern, Landtagen und dem Bundestag für eine konsequentere Klimapolitik zu demonstrieren. In Münster werden sich die Demonstranten am Freitag um 10 Uhr vor dem historischen Rathaus versammeln, anstatt in die Schule oder Uni zu gehen, kündigt die Initiative in einer Pressemitteilung an. „Sie treten in den Streik für echten Klimaschutz, eine konsequente Klimapolitik und einen schnellen Kohleausstieg.“

Mit-Initiatorin Carla Reemtsma , Studentin aus Münster, rechnet in Münster mit über 100 Teilnehmern. An den Hochschulen habe die Initiative schon auf die geplante Protest-Aktion aufmerksam gemacht, an den Schulen werde dafür gerade die Werbetrommel gerührt.

Nach einer Auftaktkundgebung vor dem Rathaus werden die Demonstranten über den Spiekerhof zum Schloss ziehen, wo eine weitere Kundgebung geplant ist. Danach geht es zurück zum historischen Rathaus, wo der Streik nach rund zwei Stunden mit einer Abschlusskundgebung beendet werden soll, erklärt Carla Reemtsma.

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„Als diesen Sommer wieder jegliche Hitzerekorde geknackt wurden, war mir klar: Du kannst nicht tatenlos dabei zusehen, wie deine Zukunft verspielt wird“, sagt Nando Spicker , Student aus Münster. „Früher dachte ich, dass man als einzelner Bürger ohnehin nichts ausrichten kann, aber das ist Unsinn.“ Jeder Einzelne, der sich der Bewegung anschließe, trage dazu bei, dass der Protest lauter werde. „Klima geht uns alle etwas an. Wir tragen die Verantwortung dafür, dass die Menschen auch in 100 Jahren noch so leben können, wie wir es heute dürfen“, so Spicker.

Die weltweite Bewegung der Klimastreiks begann mit der schwedischen Schülerin Greta Thunberg, die seit über 20 Wochen jeden Freitag mit ihren Schulbüchern vor dem schwedischen Parlament streikt und die Regierung auffordert, eine konsequentere Klimapolitik zu betreiben. Weltweit berichten Medien über ihren Streik, und in über 30 Ländern finden Aktionen nach ihrem Vorbild statt.

„Gerade die junge Generation muss sich für konsequenten Klimaschutz einsetzen, denn wir sind die erste Generation, deren Zukunft vom Klimawandel betroffen sein wird“, meint Carla Reemtsma, Studentin aus Münster. „Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die noch etwas dagegen unternehmen kann. Die Politikerinnen und Politiker haben die Klimakrise nicht von alleine ernst genommen und werden es auch in Zukunft nicht tun. Deswegen machen wir sie hier und heute auf ihre Verantwortung für unser aller Zukunft aufmerksam. Das Klima wartet nicht, bis wir unseren Abschluss haben.“

Die Klimastreiks in Münster begannen laut der Pressemitteilung der Initiative „Fridays for Future Münster“ bereits mit einer Mahnwache nach Weihnachten – und sie sollen auch nach dem inzwischen vierten Streik am Freitag fortgesetzt werden.

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