Mittelhafen
Neben der Hafenkäserei entstehen zwei Neubauten

Münster -

Am Hafen stehen die nächsten Bauvorhaben bevor. Längst war durchgesickert, dass die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe und das international tätige Logistik-Unternehmen Fiege sich am münsterischen Stadthafen ansiedeln wollen. Jetzt ist es offiziell.

Freitag, 18.01.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 18.01.2019, 20:06 Uhr
Die alte Lehnkering-Halle, auf diesem Bild links von der Hafenkäserei zu sehen, wird für den Neubau abgerissen.
Die alte Lehnkering-Halle, auf diesem Bild links von der Hafenkäserei zu sehen, wird für den Neubau abgerissen. Foto: Oliver Werner

Am Freitag gaben die Einrichtung der Ärztekammer sowie die Grevener Traditionsfirma bekannt, dass sie am Mittelhafen ein 8000 Quadratmeter großes Grundstück mit zwei Verwaltungsgebäuden bebauen wollen. Es handelt sich hierbei um das Gelände des früheren Gefahrgutlagers Lehnkering, das nach Amelsbüren umgezogen ist. Die Fläche am Hafen liegt zwischen der bereits errichteten Hafenkäserei Söbbeke und dem alten Hill-Speicher, in dem das Projekt B-Side und der Ruderclub Münster eine neue Heimat finden sollen.

Fiege möchte am Stadthafen in Münster „alle digitalen Geschäftseinheiten“ bündeln, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Wir arbeiten mit Hochdruck an den innovativen Themen, die einen Einfluss auf unser Kerngeschäft haben werden. Dazu haben wir in den vergangenen Jahren einige Geschäftseinheiten gegründet, diese sollen jetzt noch enger zusammenarbeiten und an einem attraktiven Standort am Hafen eine neue Heimat bekommen“, sagt Felix Fiege, Vorstand der Fiege-Gruppe.

Abriss der Osmo-Hallen: Wie sich das Gesicht des Hafens ändert

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  • Abschied von den Osmo-Hallen: Ein großer Teil des alten Industriegebäudes ist bereits abgerissen.

    Foto: Oliver Werner
  • Auf der freien Fläche am Wasser plant die LVM einen Gebäudekomplex mit Büros, Restaurants und Wohnungen. Auf dem Nachbargrundstück (rechts) wollen Andreas Deilmann und Rainer M. Kresing...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...Wohnungen bauen. Es handelt sich um die weißen Gebäude auf diesem Plan der Stadt Münster.

    Foto: Stadt Münster
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    Im Münster-Modell stehen die Neubauten am Hafen schon. Beim LVM-Gebäude in der Mitte sind schon viele Details zu erkennen. Links davon ist die geplante Erweiterung des Coppenrath-Verlags, rechts die des Kuhr-Speichers zu sehen. Das braune Gebäude am linken oberen Rand ist das im Bau befindliche Hafencenter.

    Foto: Oliver Werner
  • Das über die Wasserkante hinausragende Dach der Osmo-Hallen wird als Wahrzeichen des Hafens in abgeänderter Form erhalten bleiben. Darunter will die LVM eine überdachte, öffentlich zugängliche Freifläche errichten.

    Foto: Oliver Werner
  • Während der Bereich zwischen Wasserkante und Hafenweg fast schon komplett freigeräumt ist, haben die Arbeiten bei den hinteren Hallenteilen noch gar nicht begonnen.

    Foto: Oliver Werner
  • Da es für das Projekt von Deilmann und Kresing, das sich vom Hafenweg bis zur Schillerstraße erstreckt, noch kein Baurecht gebe, werde auch jetzt noch nicht abgerissen, heißt es.

    Foto: Oliver Werner
  • Die hinteren Hallenteile werden laut Deilmann-Projektentwicklung „frühestens in zwei Jahren″ abgerissen.

    Foto: Oliver Werner
  • Das LVM-Projekt ist da schon wesentlich weiter.

    Foto: Oliver Werner
  • Nur ein Teil der Halle des ehemaligen "Heaven" (im Hintergrund) steht noch.

    Foto: Oliver Werner
  • Zudem müssen noch einige Teile der Dachkonstruktion über dem Hafenweg entfernt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Bis Anfang September soll die alte Halle auf dem LVM-Gelände komplett demontiert sein.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch auf der anderen Hafen-Südseite (links) ändert sich gerade einiges.

    Foto: Oliver Werner
  • Diese Lagerhalle im Eigentum der Stadtwerke verschwindet.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch das Bürogebäude des früheren Gefahrgutlagers Lehnkering wird abgerissen. Damit wolle man Vandalismus zuvorkommen, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Florian Adler. Für die alte Betonhalle von Lehnkering gibt es andere Pläne...

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Vollkorn-Bäckerei Cibaria will dort eine gläserne Backstube bauen.

    Foto: Entwurf Archplan, Visualisierung Loom
  • Wenn alles glatt läuft, soll auf der Südseite zudem ab Ende 2019 eine 700 Meer lange und bis zu 15 Meter breite Promenade entstehen. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Entlang der Hafenkante soll ein Geländer für Sicherheit sorgen. Clou des Entwurfs: zwei Sonnenterrassen, die über dem Wasser schweben.

    Foto: scapa - landschaftsarchitekten
  • Auf der Südseite hat sich in den letzten Jahren ohnehin schon mehr getan als gegenüber: (V.r.n.l.) Das Wolfgang-Borchert-Theater ist in den umgebauten Flechtheimspeicher gezogen. Auch der Rhenusspeicher wurde kernsaniert. Neu ist der Bürokomplex "Dock 14", in dem ein Dutzend Firmen untergebracht sind.

    Foto: Oliver Werner
  • Daneben hat der "SuperBioMarkt" eine neue Zentrale gebaut. 

    Foto: Oliver Werner
  • Schließlich hat die Hafenkäserei eine Heimat in Münster gefunden.

    Foto: Oliver Werner

Architektenwettbewerb geplant

Die Ärzteversorgung ist seit 1960 in Münster und derzeit an der Scharnhorststraße beheimatet. Das Versorgungswerk ist für die Alterssicherung von 58 000 Ärzten verantwortlich. „Wir möchten die Zukunftsfähigkeit unseres wachsenden Versorgungswerkes sichern“, erklärt Prof. Dr. Ingo Flenker, Vorsitzender des Verwaltungsausschusses der Ärzteversorgung.

In einem ersten Schritt wollen die beiden Bauherren jetzt einen Architektenwettbewerb für das Bauvorhaben ausloben.

Erworben haben Ärzteversorgung und Fiege das Grundstück von den Stadtwerken. Jüngst war bekannt geworden, dass sämtliche Grundstücksverkäufe am Mittelhafen – also auch für die Projekte Cronos, Superbiomarkt, Hafenkäserei Söbbeke und demnächst auch Bäckerei Cibaria – ohne Ausschreibung und Bieterverfahren gelaufen sind. Dieses Vorgehen hatte in politischen Kreisen für Diskussionen gesorgt.

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