Schlittschuhlaufen am Aasee
Eisflächen bleiben ein Risiko

Münster -

Wenn der Aasee zugefroren ist, lockt das Schlittschuhläufer auf die kostenlose Eisfläche unter freiem Himmel. Erlaubt ist das offiziell nicht. Wer die Flächen betritt, macht das auf eigene Gefahr.

Dienstag, 22.01.2019, 18:26 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 18:54 Uhr
Schlittschuhlaufen am Aasee: Eisflächen bleiben ein Risiko
Die ersten Eisschollen auf dem Aasee gibt es bereits. Wenn die noch dünne Eisschicht dicker wird, dürfte das Schlittschuhfahrer anlocken. Erlaubt ist das Eislaufen auf dem Aasee allerdings nicht. Foto: Oliver Werner

Noch blitzen zwischen den Eisschollen auf dem Aasee Wasserflächen auf, aber wenn die langfristige Wetterprognose für Münster hält, was sie verspricht, könnten die Seen und Teiche bald zufrieren. Noch ist das Eis sehr dünn, sobald die Schicht dicker wird, dürfte das Schlittschuhläufer auf die kostenlosen Eisflächen unter freiem Himmel locken. Offiziell erlaubt ist das Schlittschuhlaufen dort aber nicht.

„Wir haben die Flächen noch nie freigegeben”, sagt Ulrich Kleine-Bösing vom Grünflächenamt der Stadt Münster. Das ändert sich auch in diesem Jahr nicht. Das Risiko, das ein Schlittschuhläufer einbricht, sei einfach zu hoch. Wer sich dennoch auf das Eis begibt, handele auf eigene Gefahr. Denn nicht nur für Eisläufer besteht ein Risiko, sagt Kleine-Bösing: „Sie gefährden nicht nur sich selber, sondern auch alle Leute, die sich als Ersthelfer betätigen.”

Winter am Aasee

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  • Kalt, aber sonnig: Das schöne Winterwetter verbringen diese zwei Radfahrer am Aasee.

    Foto: Oliver Werner
  • Die ersten Eisschollen sind schon da: Bis der Aasee komplett zugefroren ist, wird es noch etwas dauern.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Eisschicht ist bislang sehr dünn. Sollte aus der Prognose für das Wetter in den kommenden Wochen Realität werden, dürfte der Aasee zufrieren.

    Foto: Oliver Werner
  • Temperaturen unter dem Gefrierpunkt werden nachts erwartet. Tagsüber müssen die Münsteraner sich auch auf Schnee einstellen.

    Foto: Oliver Werner
  • Wird die Eisschicht dicker, könnten sich bald wieder Schlittschuhläufer auf dem Aasee tummeln.

    Foto: Oliver Werner
  • Perfektes Winterwetter: Den Sonnenschein nutzen die beiden, um am Aasee zu joggen.

    Foto: Oliver Werner
  • An manchen Stellen wird schon deutlich sichtbar, dass der Aasee aufgrund der eisigen Temperaturen langsam zufriert.

    Foto: Oliver Werner
  • Das Betreten des Aasees bleibt gefährlich, selbst wenn die Eisschicht dicker werden sollte.

    Foto: Oliver Werner

Stadt Münster hat Eisrettungs-Stationen eingerichtet

Das Grünflächenamt hat trotzdem für den Notfall vorgesorgt, sagt Kleine-Bösing: „Wir haben Sicherungsmaßnahmen getroffen.” Die großen Boote, mit denen früher ins Eis eingebrochenen Menschen geholfen wurde, haben ausgedient, die Stadt hat mittlerweile mehrere Eisrettungs-Stationen am Aasee und Teichen in Münster angelegt. In den Stationen verbergen sich Rettungsring, Rettungsstange und Seil, mit denen verunglückten Schlittschuläufern geholfen werden kann.

Die Rettungsstationen sind mit Nummern versehen. Wenn eine Person ins Eis eingebrochen ist, kann die Feuerwehr direkt zu der Stelle navigieren, wenn die entsprechende der naheliegenden Rettungsstation angegeben wird. Das Grünflächenamt kontrolliert die Stationen regelmäßig. Wenn die Seen und Teiche in Münster zugefroren sind und damit die Wahrscheinlichkeit, dass Eisläufer unterwegs sind, höher ist, überprüft die Stadt noch häufiger, ob die Rettungshilfen vollständig und unversehrt sind.

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