Untersuchung der Bezirksregierung
Hochwasser: Fünf Risikogewässer in Münster

Münster -

Im Rahmen der Umsetzung der „Europäischen Hochwasser-Risikomanagement-Richtlinie“ zeigt sich, dass auf dem Gebiet der Stadt Münster fünf Risikogewässer fließen. Nach Einschätzung der Bezirksregierung gehören dazu die Gewässer Angel, Ems, Kinderbach, Münstersche Aa und Werse.

Donnerstag, 24.01.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 21:32 Uhr
Nach intensiven Niederschlägen oder bei Tauwetter tritt die Werse immer mal wieder über die Ufer. In Münster ist sie eines von insgesamt fünf „Risikogewässern“.
Nach intensiven Niederschlägen oder bei Tauwetter tritt die Werse immer mal wieder über die Ufer. In Münster ist sie eines von insgesamt fünf „Risikogewässern“. Foto: isa

Angel, Ems, Kinderbach, Münstersche Aa und Werse sind nach Einschätzung der Bezirksregierung „Risikogewässer“ – das heißt, dass es entlang ihrer Ufer eine „signifikante Hochwassergefahr“ gibt. Dies ist das Ergebnis umfassender Untersuchungen, die die Behörde im Rahmen der Umsetzung der „Europäischen Hochwasser-Risikomanagement-Richtlinie“ durchgeführt hat. Von Bedeutung ist diese Klassifizierung vor allem für all jene, die in der Nähe dieser Gewässer bauen wollen.

Während in Überschwemmungsgebieten, von denen angenommen wird, dass sie mindestens einmal in 100 Jahren von Überflutungen heimgesucht werden, überhaupt nicht gebaut ­werden darf, werden Bauherren, die Projekte in der Nähe von ­Risikogewässern planen, im Rahmen des Bauantrages ­lediglich auf die potenzielle Überschwemmungsgefahr hingewiesen. Dies betont Detlev Riep , Leiter der zuständigen Abteilung im städtischen Grün­flächenamt. „Die meisten setzen sich danach mit uns Verbindung“, so seine Erfahrung. Allerdings nicht alle.

Böses Erwachen

Wer die Nachbarschaft von Risikogewässern ignoriert, für den könnte es im Falle eines Überschwemmungsereignisses ein böses Erwachen geben. „Immer öfter melden sich bei uns Versicherungen, die wissen wollen, ob von Hochwasser betroffene Häuser in einem ­ Risikogewässergebiet liegen“, sagt Riep. Ist das der Fall – und haben die Hauseigentümer nicht entsprechend vorgesorgt –, dann ist es nicht ausgeschlossen, dass sie zumindest auf einem Teil der Schäden sitzen bleiben.

Dabei müsse bei einem Hausbau gar nicht so viel beachtet werden, wie Riep erläutert. Fenster, Türen oder Entlüftungsschächte etwas höher setzen – und schon werde das Risiko, dass ein Haus bei Hochwasser beschädigt wird, reduziert.

Direkt nach dem Jahrhundertregen von 2014 waren die Münsteraner in Sachen Hochwasserschutz deutlich sensibler, berichtet der Grünflächenamt-Mitarbeiter. Wer nicht auf Durchzug stellt, für den gebe es bei der Stadt verschiedene Broschüren darüber, was zu beachten ist.

Unwetter in Münster - Das große Aufräumen

1/42
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Signifikantes Hochwasserrisiko

Zurück zu den „Risiko­gewässern“. Bei der Angel herrscht nach Einschätzung der Bezirksregierung auf einer Länge von 4,08 Kilometern ein signifikantes Hochwasserrisiko, beim Kin­derbach auf einer Länge von 5,08 Kilometern, bei der Münsterschen Aa auf 21,9 und bei der Werse auf 62,72 Kilometern.

Die Ems gilt in NRW auf einer Länge von fast 154 Kilometern als hochwassergefährdet. Landesweit benennt das NRW-Umweltministerium 438 Risikogewässer mit einer Gesamtlänge von fast 5900 Kilometern. Ein Risiko liegt vor, wenn aufgrund mög­licher Schäden durch Hochwasser von einem öffent­lichen Interesse an Maßnahmen zum Schutz der All­gemeinheit auszugehen ist.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6343711?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Wenig Begeisterung über Lewes Apotheken-Engagement
Wirbt für mehr Vor-Ort-Apotheken: Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe 
Nachrichten-Ticker