Rechte in Lauheide
„Aufmarsch war kein Einzelfall“

Münster -

Der Nazi-Aufmarsch auf dem Waldfriedhof Lauheide im vergangenen November war offenbar kein Einzelfall. In den vergangenen Jahren haben wohl wiederholt Rechtsextreme den Volkstrauertag zum Anlass genommen, um auf dem Friedhof aufzumarschieren.

Sonntag, 03.02.2019, 14:00 Uhr
Rechte in Lauheide: „Aufmarsch war kein Einzelfall“
Das deutsche Ehrengräberfeld Waldfriedhof Lauheide Foto: Matthias Ahlke

Der Nazi-Aufmarsch auf dem Waldfriedhof Lauheide im vergangenen November (wir berichteten) war offenbar kein Einzelfall. Darauf hat am Freitag die Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes ( VVN /BdA) Münster hingewiesen. In den vergangenen Jahren hätten wiederholt Rechtsextreme den Volkstrauertag zum Anlass genommen, um auf dem Friedhof aufzumarschieren, berichtet die Vereinigung.

So sei im November 2005 die NPD in Lauheide zusammengekommen. In einer damals verbreiteten Mail sprach die Partei von „zahlreichen NPD-Mitgliedern und freien Nationalisten aus dem Münsterland“, die sich zu einem „Heldengedenken“ mit Kranzniederlegung versammelt hätten.

Auch am Volkstrauertag 2010 sei es auf dem Waldfriedhof zu einer Versammlung gekommen, berichtet die VVN weiter. Rund 40 „Freiheitskämpfer“ einer „völkischen Freiheitsbewegung“ aus Hamm, Ahlen und Münster hätten sich damals „im Zuge der Aktionswoche 9. November“ getroffen, schrieben die Veranstalter in einer Mail.

Weitere rechte Gedenkfeiern?

Ein weiteres „Heldengedenken“ habe am Volkstrauertag 2011 stattgefunden. Auch damals sei mit Fackeln über den Friedhof gezogen worden.

Das Friedhofsamt der Stadt hatte am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung berichtet, dass ihm nichts über rechte Gedenkfeiern vor 2018 bekannt sei.

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