WHO-Richtlinie ist wieder im Gespräch
Tabak-Werbeverbot: Kaum Verluste für die Stadt

Münster -

Kommt ein weitergehendes Tabak-Werbeverbot? Auswirkungen gäbe es nicht nur im Stadtbild.

Dienstag, 05.02.2019, 19:30 Uhr
Eine weitere Einschränkung der Tabak-Werbung wird seit dem Wochenende wieder diskutiert.
Eine weitere Einschränkung der Tabak-Werbung wird seit dem Wochenende wieder diskutiert. Foto: dpa

Seit dem Wochenende scheint wieder Bewegung in die Debatte um ein weitergehendes Verbot für Tabakwerbung in Deutschland zu kommen. Die Fachpolitiker der Union sprechen sich nun dafür aus, dass die Tabakrahmenkonvention der Weltgesundheitsorganisation WHO , der Deutschland 2005 beigetreten ist, umgesetzt werden soll – und zwar eins zu eins. 

Das könnte ein Verbot der Außenwerbung etwa an Bushaltestellen zur Folge haben. Und würde sich damit natürlich auch vielerorts in Münster auswirken – im Straßenbild und finanziell.

Kaum finanzielle Auswirkungen für die Stadt Münster

Bei der Stadt selbst kann das mögliche Verbot nach den Worten ihres Sprechers Joachim Schiek jedoch „zu allenfalls sehr untergeordneten Einnahmeausfällen führen“. Die Werberechte auf städtischem Grund und Böden hat die Stadt seit 2009 an den Außenwerber und Stadtmöblierer Wall AG vergeben.

Dieser hat in Münster beispielsweise die Buswartehäuschen aufgestellt und darf dort im Gegenzug Werbung verkaufen. „Die finanziellen Leistungen der Firma Wall an die Stadt bestehen aus einem jährlichen Fixbetrag und einer ergänzenden Umsatzbeteiligung der Stadt an der Außenwerbung“, so der Sprecher. Dabei mache die Umsatzbeteiligung der Stadt eine Größenordnung von etwa einem Zehntel des Fixbetrags aus.

Es sei übrigens nicht auszuschließen, dass die Firma Wall bei entfallender Tabak-Außenwerbung Kunden für andere Werbung finde, heißt es gleichzeitig aus dem Stadthaus.

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