Kongresspreis für Althistoriker Peter Funke
Einsatz für Wissenschaftsort Münster

Münster -

Erstmals geht der „Kongresspreis Münster“ an einen Geisteswissenschaftler. Die Kongressinitiative Münster verlieh ihn an den Althistoriker Peter Funke für seine Rolle beim Historikerkongress 2018.

Donnerstag, 07.02.2019, 15:30 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 16:48 Uhr
Erhielt den Kongress-Preis Münster: Prof. Dr. Peter Funke (l.) neben Laudator Markus Lewe und Marie-Luise Funke.
Erhielt den Kongresspreis Münster: Prof. Dr. Peter Funke (l.) neben Laudator Markus Lewe und Marie-Luise Funke. Foto: Andreas Hasenkamp

Erstmals geht der „Kongresspreis Münster“ an einen Geisteswissenschaftler. Die Kongressinitiative Münster verlieh ihn am Mittwoch dem Althistoriker Prof. Dr. Peter Funke für seine Rolle beim Vorbereiten und Durchführen des Historikerkongresses 2018, des größten geisteswissenschaftlichen Fachkongresses in Europa. „Stets tatkräftig und mit großem strategischem Geschick“ habe sich Funke „für den Wissenschaftsstandort Münster eingesetzt“, auch im Exzellenzcluster „Religion und Politik“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe in der Rüstkammer des Rathauses.

Vier Tage dauerte der Kongress, zwei Jahre das Vorbereiten und Durchführen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. „Die zwei Jahre haben sich gelohnt. Münster war der richtige Ort. Eine Alternative gab es nicht“, sagte Funke zur fast ungespaltenen Abstimmung im Kreis der Historiker pro Münster. Die Presse-Reichweite habe sich bis in die New York Times und nach Indonesien erstreckt, so Funke.

Nicht geahnt habe man, welche „Brisanz und Aktualität“ das Thema „Gespaltene Gesellschaften“ 2018 erreichen würde. Die Debatte um die Verantwortung der Historiker in der Gesellschaft dauere an: „Sie ist noch nicht abgeflaut“, sagte der Senior-Professor. „Diese Debatte war sicherlich wegweisend.“

Der in Rheine geborene Funke gelte als guter Geld-Beschaffer, unterstrich Lewe. Ohne Förderer gehe es nicht, ergänzte Funke. „So einfach ist das nicht, vor allem nicht in Münster.“ Aber man habe Stifter von außen und aus Münster gefunden. Die Auszeichnung nahm Althistoriker Peter Funke an der Seite seiner Frau Marie-Luise entgegen und reichte sie weiter an das anwesende siebenköpfige Organisations-Team. Er dankte der Universität, vertreten unter anderem durch ihren Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels, der Stadt und dem Bistum.

Aktuell beschäftige die Historiker und den Verband der Geschichtslehrer das Gewicht des Faches Geschichte im Unterricht: Es habe in NRW weniger Platz als in anderen Bundesländern, so der Senior-Professor.

Die Verleihung folgte einer Sitzung des Strategieausschusses „Wissenschaft“ von Münsters „Allianz für Wissenschaft“, in dem Funke mitwirkt. Den Kongresspreis Münster erhielten erstmals 2014 und 2016 fünf Organisatoren aus den Feldern Chemie, Bahnbau, Anästhesie, Begabtenforschung und Humanitäre Hilfe.

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