Kramermahl 2019
Christopher Krimphove – ein töfter Pokalträger

Münster -

Christopher Krimphove und Stephen Clitheroe wurden als Pokalträger auserkoren. Beide tragen beim Kramermahl das Schiffchen und den Goldenen Hahn in den Festsaal des Rathauses.

Freitag, 08.02.2019, 10:00 Uhr
Christopher Krimphove freut sich auf das Kramermahl und auf seine Aufgabe als Pokalträger.
Christopher Krimphove freut sich auf das Kramermahl und auf seine Aufgabe als Pokalträger. Foto: gh

Er kann töfte Knierften schmieren und joveles Frühstück zubereiten. Beim Kramermahl der Kaufmannschaft im münsterischen Rathaus zeigt Christopher Krimphove, dass er auch als Pokalträger hamelst gut drauf ist. Der 27-Jährige überreicht gemeinsam mit Stephen Clitheroe (Ziegel- und Klinkerwerke Janinhoff) den Goldenen Hahn und das Schiffchen Oberbürgermeister Markus Lewe und dem Vorsitzenden des Vereins der Kaufmannschaft von 1835, Dr. Benedikt Hüffer.

Christopher Krimphove war im vergangenen Jahr das erste Mal Gast beim ­Kramermahl. Er kennt den Ablauf. Für ihn war die ­Premiere ein langer Abend, „denn ich habe bei Stuhl­macher abgeschlossen“. Traditionell marschiert die Festgesellschaft nach dem offiziellen Teil noch auf einen „Absacker“ zu Stuhlmacher.

Im vergangenen Jahr saß der Bäckermeister und Betriebswirt des Handwerks beim Mahl in der Rüstkammer, in diesem Jahr wird er als Pokalträger an der Spitze der illustren Festgesellschaft stehen.

Natürlich hofft Christopher Krimphove, dass sein Anzug noch passt. Aber er ist skeptisch. Mit einer passenden Fliege hat er kein Pro­blem. „Da bin ich ausgestattet“, meint der 27-Jährige, der sich die Geschäftsführung des münsterischen Betriebes „Der gute Bäcker Krimphove“ auf der Loddenheide mit rund 220 Mitarbeitern mit seinem Vater Georg Krimphove teilt. Die fünfte und sechste Generation im Hause Krimp­hove bekommt es gebacken. Der Vater ist übrigens der Obermeister der Bäcker-Gilde in Münster, Stammgast beim Kramermahl und gewiss stolz auf seinen Sohn.

Auch für Christopher Krimphove ist die Bitte der Kaufmannschaft, einen Pokal zu tragen, eine große Ehre. Eine Regieanweisung hat er vorliegen. Noch ist er aber die Ruhe selbst. „Ich denke an meine Messdienerzeit in St. Lamberti zurück, wenn ich den Kelch zum ­Altar getragen habe.“

Christopher Krimphove ist ein echter Münsteraner, aufgewachsen am Bült. Als Kind stand er mit dem Opa in der Backstube und half beim Berlinerbacken mit. Nach der Martini-Grundschule ging es für ihn aufs Ratsgymnasium, dann zur Bäckerausbildung nach Hamburg und Telgte. Zwischenzeit- lich absolvierte er ein freiwilliges soziales Jahr bei Preußen Münster. Seitdem lässt ihn der Fußball nicht mehr los.

Als Geselle stieg der junge Bäcker in den elterlichen Betrieb ein und arbeitete in jeder Schicht mit. Der 27-Jährige schwärmt vom Teig an den Händen, „das fühlt sich gut an“.

Dafür fehlt ihm heute die Zeit, bedauert Krimp­hove. Vorrang haben Ehefrau Inga und Sohn Carl Louis Heinrich, der im März ein Jahr alt wird. Der Hobbykoch freut sich auf den Grünkohl, „den kann ich jeden Tag essen“.

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