Drei Männer aus Coerde stehen vor Gericht
Einbrüche, Drogen und Gewalt

Münster -

Vor dem Landgericht wurde am Dienstag der Prozess gegen drei Männer eröffnet. Sie sollen zwischen 2016 und 2018 sowohl allein als auch gemeinsam in Wohnungen in Münster, Telgte, Bocholt und Bochum eingebrochen sein.

Dienstag, 12.02.2019, 17:30 Uhr
 
  Foto: dpa

Mit Brecheisen und anderen Werkzeugen hebelten sie Fenster oder Türen auf, um Schmuck, Elektrogeräte und Bargeld im Wert von bis zu mehreren Tausend Euro zu erbeuten, so der Vorwurf. Wo eingebrochen werden sollte, wurde spontan in den frühen Abendstunden ausgekundschaftet. In einem Fall soll einer der Wohnungsinhaber unerwartet nach Hause gekommen sein, woraufhin einer der Angeklagten den Mann mit der Faust geschlagen habe.

Widersprüche und Lücken

Die drei Münsteraner im Alter von 24, 36 und 37 Jahren nahmen zu den Vorwürfen Stellung, widersprachen sich jedoch in wesentlichen Punkten oder ließen Lücken in ihren Erläuterungen. Reue zeigte nur einer.

Drogen und Kleidung finanziert

Die drei Angeklagten kennen sich aus einer Clique in Coerde, wo es laut einem der Angeklagten nur „die Spielothek und Kokain“ gebe und ohnehin alle arbeitslos seien. Zwei Männer sagten aus, „naiv“ gewesen zu sein, dass sie sich zu den Einbrüchen überreden ließen. Es gibt vermutlich weitere Mittäter, deren Namen ein Angeklagter nicht preisgeben wollte. Zwei Angeklagte sagten, sie hätten sich mit der Beute Drogen oder Kleidung finanziert. Einer bestritt seine Beteiligung an den Einbrüchen oder der Beute.

Gefährliche Körperverletzung

Einer der Männer muss sich zusätzlich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten. Im Zuge einer Auseinandersetzung während einer Party im „Heaven“ soll er unter Drogen- und Alkoholeinfluss einen anderen Mann mit der Faust so schwer am Kopf verletzt haben, dass dieser bis heute mit Gleichgewichtsstörungen und Hörschwierigkeiten zu kämpfen hat. Einer der Angeklagten räumte außerdem ein, sich 1000 Euro Falschgeld besorgt zu haben, um Drogen zu kaufen.

Alle drei sind bereits vorbestraft. Der Prozess wird fortgesetzt.

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