Ministerpräsident kommt zum Kramermahl
Laschet sieht Stadt und Uni am Zug

Düsseldorf/Münster -

Das gibt es auch beim Kramermahl nicht oft: Bei der Traditionsveranstaltung des Vereins der Kaufmannschaft zu Münster von 1835 hat in diesem Jahr der nordrhein-westfälische Ministerpräsident zugesagt: Armin Laschet hält am Freitag die Festrede im Rathaus.

Donnerstag, 14.02.2019, 09:00 Uhr
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte im Interview mit unserer Zeitung unter anderem Verständnis für die Forderungen des Universitätsklinikums nach mehr Fördergeldern aus Düsseldorf.
NRW-Ministerpräsident Armin Laschet äußerte im Interview mit unserer Zeitung unter anderem Verständnis für die Forderungen des Universitätsklinikums nach mehr Fördergeldern aus Düsseldorf. Foto: Ralph Sondermann

Im Interview mit unserer Zeitung bezog der CDU-Politiker Stellung zu großen Münster-Themen – und natürlich auch zur Hauptspeise des Kramermahls, dem Grünkohl. Die Fragen an den NRW-Ministerpräsidenten, der zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender der CDU ist, stellten unsere Redaktionsmitglieder Norbert Tiemann und Ralf Repöhler.

Wie beurteilen Sie die gemeinsamen Pläne von Stadt und Universität für einen Musikcampus an der Hittorfstraße?

Laschet : Das Projekt eines gemeinsamen Musikcampus, der die Bedarfe der WWU-Musikhochschule, des städtischen Sinfonieorchesters und der Westfälischen Schule für Musik abdeckt und zusätzlich noch ein modernes Tagungs- und Konferenzzentrum bietet, verfolgt die Landesregierung schon seit längerer Zeit. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Konzeptphase. Die zuständige Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, hat sich bei einem Besuch in Münster Anfang des Jahres über den aktuellen Stand informiert.

Was fehlt Düsseldorf noch aus Münster, damit der Prozess für den Bau des Millionenprojektes beschleunigt werden kann??

Laschet: Jetzt sind zunächst Universität und Stadt am Zug, um ein konkretes Nutzungs- und Betreiberkonzept vorzulegen, das Transparenz, Kostenklarheit und Planungssicherheit schafft.

Das Uniklinikum Münster appelliert nicht zum ersten Mal, dass millionenschwere Fördermittel fehlten, um den Umbau zu einem modernen Krankenhaus zu ermöglichen.

Laschet: Das Universitätsklinikum Münster genießt national wie international einen sehr guten Ruf. Dazu gehören natürlich auch eine moderne Ausstattung und ausreichende Bettenkapazitäten in entsprechender Qualität. Der Bedarf nach weiteren Baumitteln ist daher sicher berechtigt. Auch aus Sicht des Landes ist die Innensanierung der beiden Bettentürme notwendig, als ebenso sinnvoll wird der Bau des Neuen Operativen Zentrums erachtet. Deshalb will die Landesregierung schon in diesem Jahr die ersten Haushaltsmittel für vorbereitende Arbeiten und Planungsleistungen für diese Maßnahme bereitstellen. Das zuständige Ministerium für Kultur und Wissenschaft ist mit dem UKM über die Detailfragen in engem Austausch.

Freuen Sie sich auf das Kramermahl – und geht es anschließend für den Ministerpräsidenten noch zu Stuhlmacher auf ein Bier?

Laschet: Der legendäre „Stuhlmacher“, wo schon Konrad Adenauer einkehrte, gehört für mich zum Kernbestand Münsters. Wenn am Abend des Kramermahls noch Zeit für einen Absacker bliebe, würde ich gern dort vorbeischauen. Auf das Kramermahl des Vereins der Kaufmannschaft zu Münster freue ich mich sehr. Es ist mir eine große Ehre, die traditionelle Zeremonie als Ehrengast erleben zu dürfen.

Wie halten Sie es als früheres Mitglied der Pizza-Connection mit Grünkohl mit Mettwurst und Stippmilch mit Schwarzbrot?

Laschet: Es ist wichtig, dass bei uns in Nordrhein-Westfalen solche Traditionen lebendig gehalten werden. Und gerade Grünkohl mit Mettwurst und zum Nachtisch Stippmilch mit Schwarzbrot – auch dafür lohnt sich jeder Besuch in Münster – dürfen nicht fehlen. Beides sind gute und bodenständige Gerichte aus der Region, die ich sehr mag.

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