Ist die kritische Grenze erreicht?
Ratsdebatte über steigende Busfahrpreise

Münster -

Um knapp drei Prozent sollen die Busfahrpreise noch in diesem Jahr steigen. Im Rat wurde darüber kontrovers diskutiert.

Mittwoch, 13.02.2019, 20:55 Uhr aktualisiert: 13.02.2019, 20:59 Uhr
Die Beförderungspreise für die Buskunden werden noch in diesem Jahr angehoben. 
Die Beförderungspreise für die Buskunden werden noch in diesem Jahr angehoben.  Foto: Witte/Stadtwerke

Um mit der bloßen Nachricht anzufangen: Mit breiter Mehrheit beschloss der Rat der Stadt Münster am Mittwochabend, die Preise für den öffentlichen Nahverkehr in Münster zum 1. August um 2,9 Prozent zu erhöhen. Der Entscheidungsspielraum in dieser Frage ist denkbar gering, weil die Tarifstruktur für Busse und Bahnen in Münster Teil des Westfalentarifs sind.

Lebhafte Debatte im Rat

Gleichwohl gab es eine lebhafte Debatte, da die Preise nach Ansicht des SPD-Fraktionschefs Dr. Michael Jung inzwischen eine „kritische Grenze“ erreicht haben. Der Anreiz, vom Auto auf den Bus umzusteigen, sinke kontinuierlich.

CDU-Fraktionschef Stefan Weber hielt dem entgegen, dass es die SPD gewesen sei, die sich für eine Höhergruppierung vieler Stadtwerkebusfahrer eingesetzt habe. „Jetzt folgt die Rechnung.“ Zum Hintergrund: Jahrelang war ein Teil der Busfahrer in einem Tochterunternehmen angestellt und verdiente dort weniger. Jetzt sind alle Busfahrer wieder unmittelbar bei den Stadtwerken beschäftigt.

Jung erwiderte, dass diese Änderung, die von der SPD ausdrücklich begrüßt werde, mit 420.000 Euro zu Buche schlage. Das sei aber nur ein Bruchteil der eingerechneten Mehrkosten.

Joksch fordert neue Busspuren

Angesichts von inzwischen 45 Millionen Fahrgästen im Jahr konnte der GAL-Ratsherr Gerhard Joksch der vermeintlich abschreckenden Wirkung der Busfahrpreise nichts abgewinnen. Weitere Steigerungen bei den Fahrgastzahlen seien vielmehr davon abhängig, ob es gelinge, ein schnelleres Vorankommen zu erreichen. Joksch forderte nachdrücklich neue Busspuren.

Der CDU-Ratsherr Walter von Göwels wies auf eine wesentliche Verbesserung hin: Das viel genutzte 9-Uhr-Ticket gebe es mit der Tarifumstellung bereits ab 8 Uhr. Überdies bleibe der Preis für das Job-Ticket konstant.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6389527?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Lagerhalle einer Zimmerei an der K 20 völlig zerstört
Großalarm für die Feuerwehr am Ostersonntag um kurz vor 16 Uhr. Zwei Löschzüge aus Everswinkel und Alverskirchen sowie eine Drehleiter aus Sendenhorst werden zur Brandbekämpfung alarmiert.
Nachrichten-Ticker