23 neue Stellen auf dem Prüfstand
Stadtverwaltung muss nachsitzen

Münster -

196 neue Stellen benötigt die Verwaltung für 2019 – sagt zumindest die Verwaltung. CDU und Grüne wollen bei einem Teil der Stellen nun noch einmal genauere Begründungen.

Freitag, 15.02.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 20:11 Uhr
196,83 zusätzliche Stellen hat die Verwaltung für 2019 von der Politik gefordert. 
196,83 zusätzliche Stellen hat die Verwaltung für 2019 von der Politik gefordert.  Foto: Oliver Werner

Eine wachsende Stadt bringt wachsende Aufgaben. 196,83 zusätzliche Stellen hat die Verwaltung für 2019 von der Politik gefordert. Hinzu kommen 56 Stellen, die bereits 2018 unterjährig neu eingerichtet worden waren, rund 20 davon auf Initiative des Rates.

Aufgrund der hohen Zahl an neuen Stellen und der damit verbundenen Kosten hatte die schwarz-grüne Ratsmehrheit der Stadt eine genauere Prüfung auferlegt.

Prüfung der Stellen

Dabei sollten alle Stellen, die nicht den priorisierten Bereichen „Bildung“, „Bauen und Wohnen“, „Integration“ und „Mobilität und Infrastruktur“ zuzuordnen sind, noch einmal gesondert eingeordnet werden. Insgesamt hat diese Regelung rund 75 Stellen hervorgebracht, die nicht zu den vier vorgenannten Bereichen zählen. „Alles Stellen, die die Verwaltung auch weiterhin als notwendig betrachtet“, betont Personaldezernent Wolfgang Heuer .

Rund zwei Drittel davon sind mittlerweile auch durch den Personalausschuss bestätigt worden. Allerdings stellten CDU und Grüne den Antrag, die 23 noch verbleibenden Stellen noch einmal bis zum Sommer von der Verwaltung detailliert begründet zu bekommen.

Kostenfaktoren hinterfragen

Stefan Leschniok (CDU) und Otto Reiners (Grüne) verteidigten dieses Vorgehen ausdrücklich. Der Personalaufwand sei für die Stadt der Kostenfaktor Nummer eins. Es sei daher nur logisch, diesen genau zu hinterfragen, so Leschniok. Kritik gab es an dieser Vorgehensweise aus Reihen der SPD und der ÖDP. Die Diskussion komme zu spät, befand die SPD. Man treibe die Verwaltung mittels einer an einem Stock befestigten Wurst vor sich her, wurde ÖPD-Vertreter Michael Krapp bildlich.

Personaldezernent Heuer gab sich in der teils hitzig geführten Debatte versöhnlich. Aufgrund des hohen Stellenaufkommens und des damit verbundenen Arbeitsaufwands für sein Dezernat sei es eh nicht möglich, alle Stellen auf einmal zu besetzen. Die „Verzögerung“ sei daher grundsätzlich in den Ablauf der Einstellungen zu integrieren. „Es kann aber natürlich sein, dass einzelne Stellen schon derzeit dringend gebraucht werden“, sprach Heuer auf Anfrage unserer Zeitung auch mögliche Probleme an.

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