Karneval am Domplatz
Exzellenz trifft Tollität: Bischof Genn empfängt Prinz Leo

Münster -

Exzellenz und Tollität verstehen sich auf Anhieb und übrigens auch ausgezeichnet auf Italienisch. Prinz Leo Squillace, der nach eigener Einschätzung „die Sonne Kalabriens mit zum Domplatz gebracht hat“, begrüßt Bischof Felix Genn am Samstagmittag mit einer herzlichen Umarmung auf der Freitreppe vor dem Palais.

Samstag, 16.02.2019, 17:51 Uhr aktualisiert: 16.02.2019, 18:03 Uhr
Karneval am Domplatz: Exzellenz trifft Tollität: Bischof Genn empfängt Prinz Leo
Foto: Helmut Etzkorn

Beide plaudern kurz in der Muttersprache des Prinzen, die sich Genn nicht nur für die Besuche im Vatikan , so der Oberhirte im Bistum, selbst beigebracht habe. „Es ist schon erstaunlich, dass ein gebürtiger Italiener Prinz in Münster werden kann. Das spricht für die Weltoffenheit dieser Stadt, wie wir sie ja auch beim Katholikentag 2018 hier in eindrucksvoller Weise erlebt haben“, so Genn. Münster sei eben „alles andere als provinziell“ und die Entscheidung der Prinzengarde auch ein politisches Zeichen, meinte der Bischof. Genn: „In Europa haben wir es gerade ja nicht leicht mit den Italienern, da sind solche Zeichen der Völkerfreundschaft besonders angenehm.“

Das Narrenoberhaupt hat neben dem obligatorischen Orden eine Flasche italienischen Rotwein als Geschenk dabei und schwärmt ganz offen von „der schönsten Bischofsstadt der Welt, die nun meine Heimat ist“. Seine Familie fühle sich eng verbunden mit der katholischen Kirche, deshalb sei der Bischofsempfang für ihn eine ganz besondere Ehre. Der 36. Prinzenbesuch ist für Genn ein kleines Jubiläum. In guter Tradition seines Amtsvorgängers Reinhard Lettmann begrüßt er zum zehnten Mal Garde und die Stadtwache. „Wir freuen uns schon auf das außergewöhnliche Pontifikalamt, ein bleibendes Erlebnis sicher auch für unseren Leo“, so Adjutant Thomas Straßburg in seiner Ansprache, die er in Vertretung für den erkrankten Generalprinzmarschall Bernard Homann hält. Straßburg: „Es ist eine Freunde zu sehen, dass der Bischof als gebürtiger Eifeler und Moselaner hier in der Metropolis Westphalen tiefe Wurzeln geschlagen hat.“ Dann zitiert er den Heiligen Augustinus als „Urvater der Grundwerte unseres Karnevals “ mit dem Satz „Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut!“

Eine enge Verbindung zur Kirche stellt schließlich auch das Stadtjugendprinzenpaar, in dieser Session von der KG ZiBoMo auserkoren, in den Mittelpunkt: „Unser Stadtteil Wolbeck war im 13. Jahrhundert Sitz des Fürstbischofs. Die lange Tradition kann nur fortbestehen, wenn sie durch die Jugend weitergetragen und entwickelt wird.“ Junge Menschen seien die Protagonisten der Veränderung und in diesem Sinne wolle man auch den Nachwuchs für den Karneval begeistern. Um aber etwas verändern zu können, brauche man aber auch eine Basis, auf der man stehen könne. Also Tradition, verbunden mit einer Vision, in welche Richtung es gehen solle“, so Jugendprinzessin Kristin Steinbrede.

Mit dem Lorentanz von Annkathrin Milde aus dem Kreis der Stadtwache klingt die Traditionsveranstaltung „Exzellenz trifft Tollität“ schwungvoll aus. Für den Bischof gibt es dann noch eine Einladung zum „Umtrunk unter Freunden“ nach dem Pontifikalamt am Sonntag im Paulusdom.

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