Seltene Ehrung: Theodor Vehling erhält seinen Eisernen Meisterbrief
49 Gärtnergesellen freigesprochen

Münster-Wolbeck -

Einen ganz besonderen Gast konnte Karl Werring anlässlich der Freisprechung der frisch gebackenen Gärtnergesellen im Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft begrüßen: Theodor Vehling, der am 22. Juli 1953 die Meisterprüfung in Wolbeck abgelegt hatte. „Den Goldenen und den Diamantenen Meisterbrief hatten Sie schon erhalten, nun haben Sie hoffentlich Platz für den Eisernen Meisterbrief“, gratulierte ihm der Präsident der Landwirtschaftskammer NRW.

Montag, 18.02.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 16:36 Uhr
Insgesamt 49 geprüfte Auszubildende des Winterhalbjahres 2018/19 wurden im Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft freigesprochen.
Insgesamt 49 geprüfte Auszubildende des Winterhalbjahres 2018/19 wurden im Bildungszentrum Gartenbau und Landwirtschaft freigesprochen. Foto: hk

Theodor Vehling hatte seine Prüfung in der Fachrichtung Obst- und Gemüsebau abgelegt. Zu Zeiten, als noch die Nahrungsmittelproduktion im Vordergrund stand und dennoch erste Trends im Zierpflanzenbau sichtbar wurden. Nach der Ausbildung zog es den heute 92-Jährigen auf den Betrieb Schulte Scherlebeck in Horneburg, Kreis Recklinghausen. Bis zu seiner Pensionierung arbeitete er im Gartenamt der Stadt Datteln.

Frei von den Pflichten als Auszubildender zu sein, dieses Ziel sei von den frisch gebackenen Gesellen nun erreicht worden, so Karl Werring während der Freisprechung des Winterjahrgangs, bei dem vornehmlich Garten- und Landschaftsbauer ausgebildet worden waren. Die höchsten Zahlen im Agrarbereich verzeichnet unverändert der Ausbildungsberuf Gärtner mit derzeit 4332 Azubis in NRW. Wobei 77 Prozent im Garten- und Landschaftsbau ausgebildet werden. Erfreulich sei, dass der Beruf Gärtner gefragt sei und keine Arbeitslosigkeit herrsche.

Dennoch sei lebenslanges Lernen aufgrund der schnellen technischen und digitalen Entwicklung gefragt. „Seien Sie offen für Weiterbildung“, empfahl Karl Werring. Diesem Ratschlag folgte auch Helmut Rüskamp. „Der Zeitvorsprung ist heute wichtig, Ideen in Produkte umzusetzen, die im knallharten Wettbewerb gefordert sind“, so der Vizepräsident des Landesverbands Gartenbau. „Wir Gärtner können Klima“, unter diesem Motto warb er auch für mehr Natur in den Gärten. Schotter im Vorgarten müsse passé sein.

Bundesweit gut vernetzt zu sein, sei zunehmend wichtiger. Diese Empfehlung gaben Fachlehrer Carsten Lindner und Reinhard Schulze Tertilt, Vizepräsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau. Der Landesverbandsvorsitzende Jan Riering lobte die Junggärtner NRW, die regelmäßig Treffen unterein­ander organisieren.

49 Azubis erhielten ihren Gesellenbrief, acht von ihnen wurden wegen guter Noten besonders geehrt. Unter ihnen auch Antonia Mücke, die im Gartenbaubetrieb Mühlenbeck in Münster ausgebildet wurde. Musikalisch begleitet hatte die Freisprechung Felix Wunderer am Keyboard, die Moderation übernahm Kreisgärtnermeister Ruhr-Lippe, Norbert Topmöller.

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