Nächster Alex-Talk am 26. Februar zum Thema Cannabis
Droge oder Therapeutikum?

Münster -

Cannabis ist nicht nur eine Droge, sondern kann in der Medizin zu therapeutischen Zwecken eingesetzt werden. Warum die grüne Hanfpflanze aber weit von einem Wundermittel entfernt ist, das erklärt Prof. Dr. Judith Alferink beim nächsten Alex-Talk am Dienstag (26. Februar).

Mittwoch, 20.02.2019, 22:00 Uhr
Über das therapeutische Potenzial von Cannabis wird Alexianer-Chefärztin und Forschungsleiterin Prof. Dr. Judith Alferink beim nächsten Alex-Talk am kommenden Dienstag berichten.
Über das therapeutische Potenzial von Cannabis wird Alexianer-Chefärztin und Forschungsleiterin Prof. Dr. Judith Alferink beim nächsten Alex-Talk am kommenden Dienstag berichten. Foto: Africa Studio – stock.adobe.com

Cannabis – bei diesem Wort denken viele Menschen immer noch an Suchtmittel, Abhängigkeit und illegalen Konsum. Doch längst gibt es auch eine andere Denkrichtung zur grünen Hanfpflanze, nämlich die eines immer mehr diskutierten heilsamen Einsatzes.

Seit gut zwei Jahren kön nen Deutschlands Ärzte Canna bisblüten und Extrakte aus Cannabis schwer kranken Menschen in Ausnahmefällen per Rezept verordnen. Die Behandlung mit medizinischem Cannabis ist durch die neuen gesetzlichen Vorgaben also ein Stück weit sicherer geworden, heißt es in einer Pressemitteilung der Alexianer .

Aber wirken die Inhaltsstoffe der Cannabis-Pflanze auch ausreichend, wenn es darum geht, Krankheitssymptome zu lindern? Und wenn ja, bei welchen Erkrankungen und unter wel chen Voraussetzungen macht eine Verordnung von medizinischem Cannabis eigentlich Sinn? Antworten auf diese und weitere Fragen möchte Prof. Dr. Judith Alferink beim nächsten Alex-Talk am Dienstag (26. Februar) geben.

„Schon seit vielen Jahren wird der Einsatz bei Erkrankungen wie Depressionen, Alzheimer oder Schizophrenie erforscht“, berichtet die Chefärztin des Alexianer-Krankenhauses. Sie leitet die Forschungsgruppe für Immunbiologie psychischer Erkrankungen an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums und ist somit mit der Wirkweise von Cannabis vertraut.

Ergebnisse dieser Forschungsgruppe zeigten, dass das körpereigene Cannabinoidsystem die Immunantwort bei Alzheimer beeinflusst.

„Darüber hinaus wird die Wirksamkeit der medizinischen Komponente der Hanfpflanze auch bei neurologischen Erkrankungen, Krankheiten des Verdauungstraktes oder chronischen Schmerzen von Rheuma- oder Krebspatienten diskutiert“, ergänzt die Fachärztin. In Deutschland bereits zugelassen sei zudem ein Mundspray zur unterstützenden Behandlung von Spastik bei Multipler Sklerose. Das Cannabis-Spray könnte in Zukunft durchaus auch für weitere Krankheiten interessant werden.

Doch trotz aller Euphorie mahnt die Expertin zur Zurückhaltung: „Cannabis ist kein Wundermedikament und die Studienlage zur Wirksamkeit und Sicherheit von medizinischem Cannabis ist bislang lückenhaft. Es könnte aber durchaus eine Erweiterung des therapeutischen Spektrums für schwer kranke Patienten darstellen, bei denen andere Therapieansätze nicht verfügbar oder nicht verträglich sind.“

Zum Thema

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Alexianer-Waschküche, Bahnhofstraße 6. Eintrittskarten sind zum Preis von vier Euro im WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14, erhältlich. Kartenreservierungen sind in beschränkter Anzahl unter alextalk-muenster@alexianer.de möglich. Der Kartenerlös kommt der WN-Spendenaktion zugute.

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