Jugend forscht: Elf münsterische Schulen beim Wettbewerb
Ideen mit praktischem Nutzen

Münster -

Schüler von elf münsterischen Schulen stellen sich beim 33. IHK-Regionalwettbewerb mit ihren Projektarbeiten der Jury. Es geht unter anderem um Solarthermie, selbstfahrende Autos und Untersuchungen zur Feinstaubbelastung.

Freitag, 22.02.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 22:03 Uhr
Leonard Sondermann, Moritz Kunz und Felix Ulonska vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium haben ein zukunftsfähiges Ladenetz für Elektroautos entwickelt und dafür den 1. Preis im Bereich Arbeitswelt erhalten.
Leonard Sondermann, Moritz Kunz und Felix Ulonska vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium haben ein zukunftsfähiges Ladenetz für Elektroautos entwickelt und dafür den 1. Preis im Bereich Arbeitswelt erhalten. Foto: Oliver Werner

Viele von ihnen sind Wiederholungstäter bei „ Jugend forscht “. Und „das ohnehin hohe Niveau ist dieses Mal besonders bemerkenswert“, wie die Organisatoren des IHK-Regionalwettbewerbs beeindruckt feststellen. Die gewonnenen Erkenntnisse sorgen bei manchem erwachsenen Besucher für Aha-Effekte. Dass beispielsweise „die Feinstaubbelastung in vielen Büros höher ist als auf viel befahrenen Straßen und die EU-Grenzwerte überschritten werden“, wie Simon Suthe vom Gymnasium Paulinum in langen Messreihen an exponierten Stellen in Münster festgestellt hat. Seine Lasersensor-Einheit hat er unter anderem am Ludgerikreisel („hier gibt es die höchsten Feinstaubbelastungen“), an der Steinfurter Straße und am Coesfelder Kreuz platziert.

Den Klimakiller COhaben Lucy Liem, Isabelle Schmoltzi und Franka Hofer vom Annette-Gymnasium ins Visier genommen: „Wir wollten COnutzbar machen in Form von Methan.“ Mit Wasserstoff und Hinzufügung von Wärme haben sie das Erdgas produziert. Ihre Vorstellung: Fabriken müssten CO-Abgase auffangen, und das in Methan umgewandelte Abfallprodukt zum Heizen verwenden.

Auf eine bessere Ökobilanz hat es auch ein Forscherteam vom Gymnasium St. Mauritz abgesehen, das mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen nachgebaut und untersucht hat, ob Brennstoffzellen herkömmliche Akkus ersetzen können. Der große Vorteil, so Julian Partanen (15): „Wasserstoff ist unbegrenzt verfügbar.“

Tief in Mathematik und Physik eingetaucht sind Simon Raschke und Anton Fehnker vom Gymnasium St. Mauritz. Sie haben eine Formel entwickelt, mit der sich die Struktur von Riffelmustern berechnen lässt, die Autos auf unbefestigten Straßen hinterlassen – Experten sprechen von „washboard roads“.

Regionalwettbewerb „Jugend forscht“

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  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner
  • Naturwissenschaftlich-technische Projektarbeiten auf hohem Niveau präsentierten die 15- bis 21-Jährigen beim IHK-Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ in der Stadthalle Hiltrup. Foto: Oliver Werner

Umweltthemen stehen bei diesem Wettbewerb hoch im Kurs. Die Effektivität von Solarthermieanlagen haben Jakob Wilmesmeier, Johanna Lux und Nick Leuchtenbörger untersucht. Sie haben unter anderem mit Durchflussgeschwindigkeiten und Wärmetauschersystemen experimentiert und ein Auswertungsprogramm geschrieben. Unser Ziel, so Jakob Wilmesmeier, „ist ein Überwachungs- und Messsystem, mit dem man auf dem Tablet sieht, wann es wie hohe Energieverluste gab und wann es sich lohnt, die Anlage einzuschalten.“

Eine App zu entwickeln, „mit der man jedes Auto in eine selbstfahrendes Auto verwandeln kann“, hat Moritz Wörmann (Freiherr-vom-Stein-Gymnasium) gereizt. An seinem Stand demonstriert er in einer Computersimulation, wie das Fahrzeug Linien, Fahrbahnbegrenzungen und andere Verkehrsteilnehmer erkennt und dementsprechend Abstand hält.

Welche Karrierechancen eine betriebliche Ausbildung insbesondere in technischen und naturwissenschaftlichen Bereichen bietet, darüber informierten am Freitag IHK-Ausbildungsbotschafter. „Berufsorientierung auf Augenhöhe“, verspricht IHK-Wettbewerbspate Dr. Eckhard Göske. Und Sören Bauermann, Geschäftsfüher der BASF Coatings GmbH, betont: „Uns sind qualifizierte Nachwuchskräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich jederzeit wichtig und willkommen.“

„Jugend forscht“: die Sieger von Münsters Schulen

Die Sieger der münsterischen Schulen in der Altersgruppe 15 bis 21 Jahre:Arbeitswelt:1. Preis Leonard Sondermann, Felix Ulonska, Moritz Kunz (Annette-Gymnasium)2. Preis Marius Martin, Ruben Förster (Ratsgymnasium);Biologie:2. Preis Mustafa Masoodi (Gymnasium Wolbeck)Chemie:3. Preis Luca Thomas (Wilhelm-Hittorf-Gymnasium); ebenfalls 3. Preis Lucy Liem, Franka Hofer, Isabelle Schmoltzi (Annette-Gymnasium)Geo- und Raumwissenschaften:1. Preis Levin Belli (Pascal-Gymnasium)Mathematik/Informatik:2. Preis Moritz Wörmann (Freiherr-vom-Stein-Gymnasium)Physik:1. Preis Hannah Belle Neuwirth (Gymnasium Wolbeck); 1. Preis Anton Fehnker, Simon Raschke (Gymnasium St. Mauritz);2. Preis Sara Klemme, Sophie Dalbert (Gymnasium St. Mauritz);Sonderpreis IHK Nord Westfalen Ida Wöstenheinrich (WWU, Institut für Kernphysik);Sonderpreis Erneuerbare Energien Raoul Honermann, Julian Partanen (Gymnasium St. Mauritz)Technik:1. Preis Ali Munir, Witt Morten; 3. Preis Jakob Wilmesmeier, Johanna Lux, Nick LechtenbörgerRegionalsieg für das beste interdisziplinäre Projekt:Jakob Middelberg (Wilhelm-Hittorf-Gymnasium)

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