Rathaus weiträumig abgesperrt
Gäste im Hochsicherheitstrakt

Münster -

Die Gäste des AfD-Neujahrsempfangs kommen über die kleine Gruetgasse zum Veranstaltungsort. Der Prinzipalmarkt vor Rat- und Stadtweinhaus ist abgesperrt. Doch die Demonstranten sind zu hören und zu sehen.

Freitag, 22.02.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 22:00 Uhr
Münsters AfD-Chef Martin Schiller (r.) freut sich über den Besuch des Bundesvorsitzenden Prof. Jörg Meuthen (2.v.r.).
Münsters AfD-Chef Martin Schiller (r.) freut sich über den Besuch des Bundesvorsitzenden Prof. Jörg Meuthen (2.v.r.). Foto: Oliver Werner

Der Bereich um das Rathaus ähnelt am späten Freitagnachmittag einem Hochsicherheitstrakt. Der Prinzipalmarkt ist vor der historischen Fassade und dem benachbarten Stadtweinhaus komplett abgesperrt und in diesem Bereich leer gefegt.

Die Besucher des AfD-Neujahrsempfangs müssen über den Rathausinnenhof gehen. Den Protestrufen der Demonstranten, die in Rufweite hinter den Absperrgittern auf beiden Seiten der Guten Stube und am Michaelisplatz stehen, entgehen sie dadurch nicht.

Protest gegen AfD-Empfang in Münster

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  • Münster protestiert gegen den Neujahrsempfang der AfD im Rathaus.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Freitagnachmittag versammeln sich am Hauptbahnhof in Münster die ersten Demonstranten.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

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  • Demonstranten zeigen am Hauptbahnhof die ersten Plakate.

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  • Der Bahnhofsvorplatz ist am Nachmittag schon gut gefüllt.

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  • „Ein Licht für die AfD“ – eine Anspielung auf die ausgeschaltete Beleuchtung am Prinzipalmarkt beim letzten Neujahrsempfang der AfD in Münster vor zwei Jahren.

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  • Auch am Servatiiplatz findet eine Kundgebung statt

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  • Sie steht unter dem Motto „United against Rechtsruck“.

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  • Die Polizei stellt am Syndikatplatz Sperren auf.

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  • Zum Rathaus-Innenhof wird es für Demonstranten keinen Zugang geben.

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  • Friedenslichter werden in der Kirche St. Lamberti entzündet.

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  • Friedensgebet in der St. Lamberti-Kirche

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  • Die Kirchenbänke sind gut gefüllt.

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  • Hunderte Friedenslichter brennen.

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  • Carsten Peters vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ spricht auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Großkundgebung des Bündnisses "Keinen Meter den Nazis" auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Demonstranten auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" demonstriert auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Großkundgebung des Bündnisses "Keinen Meter den Nazis" auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Die Demonstranten haben kreative Plakate dabei.

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  • Zahlreiche Demonstranten haben sich bereits bei der Hauptkundgebung auf dem Prinzipalmarkt eingefunden.

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  • Großkundgebung des Bündnisses "Keinen Meter den Nazis" auf dem Prinzipalmarkt

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  • Carsten Peters vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Die Demonstranten finden: Münster ist bunt!

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  • Demonstranten ziehen vom Hauptbahnhof zur Stubengasse

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  • Die Demonstrationen sorgen für Verkehrsbehinderungen.

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  • Ein Wagen mit Musikanlage begleitet die Demonstration.

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  • Die Tanz-Demo „Raven gegen Rechtsruck“ führt zur Stubengasse.

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  • Die Demonstranten haben sichtlich Spaß.

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  • Hunderte Menschen haben sich dem Protest angeschlossen.

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  • Die Polizei beaufsichtigt den Zug.

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  • Die Polizei bittet um Verständnis für Sperrungen.

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  • Die Tanzdemo ist auf dem Stubengassenplatz angekommen.

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  • Auf dem Prinzipalmarkt ist die Kundgebung in vollem Gange.

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  • Die Demonstranten sammeln sich au dem Prinzipalmarkt.

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  • Sie schwenken Fahnen und Luftballons.

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  • Blick auf die Bühne auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Carsten Peters vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ glaubt, dass diesmal noch mehr Menschen da sind als 2017.

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  • Im Rathaus startet die Pressekonferenz der AfD.

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  • AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen (2.v.r.) sagte im Rathaus, die Stimmung sei insgesamt gereizter geworden. Viele Demonstranten untenliegen laut Meuthen einem Missverständnis über die AfD.

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  • Polizeikräfte schreiten gegen Demonstranten an der Stubengasse in Höhe Kaufhof ein.

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  • Großkundgebung mit Live-Musik auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Die Demonstranten beweisen Kreativität bei der Gestaltung ihrer Plakate.

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  • Großkundgebung mit Live-Musik auf dem Prinzipalmarkt.

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  • Die Polizei hält die Demonstranten in dem Durchgang vom Dom zum Rathaus, dem Michaelisplatz, zurück.

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  • Klaviermusik im Rathausfestsaal: In zehn Minuten soll AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen reden.

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  • Jörg Meuthen beklagt den Umgang mit seiner Partei.

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  • Am 22. Februar demonstrieren in Münster Tausende gegen einen Rechtsruck Foto: Matthias Ahlke
  • Am 22. Februar demonstrieren in Münster Tausende gegen einen Rechtsruck Foto: Matthias Ahlke
  • Die Stimmung ist stellenweise aufgeheizt: Bei Kaufhof beispielsweise liefern sich rund 100 Demonstranten Schubsereien mit der Polizei.

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  • Am 22. Februar demonstrieren in Münster Tausende gegen einen Rechtsruck Foto: Matthias Ahlke
  • Auf dem Prinzipalmarkt wird Live-Musik gespielt.

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  • Die Musik von der Demonstration ist deutlich im Rathausfestsaal zu hören.

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  • Am 22. Februar demonstrieren in Münster Tausende gegen einen Rechtsruck Foto: Matthias Ahlke
  • Am 22. Februar demonstrieren in Münster Tausende gegen einen Rechtsruck Foto: Matthias Ahlke
  • Im Rathausfestsaal geht der AfD-Neujahrsempfang los.

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  • Am 22. Februar demonstrieren in Münster Tausende gegen einen Rechtsruck Foto: Oliver Werner
  • Ausgelassene Stimmung auf dem Prinzipalmarkt: Die Band Mr. Irish Bastard spielt, die Demonstranten tanzen und klatschen

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am 22. Februar demonstrieren in Münster Tausende gegen einen Rechtsruck Foto: Matthias Ahlke

Am Eingang des Stadtweinhauses checkt ein Sicherheitsdienst, der über den AfD-Landesverband vermittelt wurde, das Publikum. Der AfD-Kreisvorsitzende Martin Schiller ist drinnen ein gefragter Mann – und freut sich auf den Auftritt des Bundesvorsitzenden Prof. Jörg Meuthen. Letzterer sagt mit Blick auf den Protest auf der Straße: Das Empfangskomitee in Münster sei größer als andernorts. Das liege am soziokulturellen Milieu der Stadt, so seine These. Der Europaparlamentarier geht in seiner Rede auf die „Fehlentwicklungen“ in Europa ein. „Wir wollen ein freiheitliches Bündnis von Vaterländern.“

AfD-Chef Jörg Meuthen im Interview

Dabei will auch Schiller mitwirken, der auf Platz 16 der Parteiliste für das EU-Parlament steht. Rund 16 Prozent der Stimmen bundesweit, so sagt der Münsteraner, bräuchte die AfD, damit er ins EU-Parlament käme.

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