„Diversity-Fest“ für Studierende
Beeinträchtigt und doch voll im Leben

Münster -

Das „Diversity Fest“ lud Studierende mit Beeinträchtigungen zum offenen Austausch ein. Die Veranstaltung fand in der Gastronomie „Hier und Jetzt“ des Studierendenwerks Münster statt.

Sonntag, 24.02.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 24.02.2019, 21:08 Uhr
Auch die Musiker griffen das Thema Behinderung in ihren Beiträgen auf.
Auch die Musiker griffen das Thema Behinderung in ihren Beiträgen auf. Foto: Sozialberatung des Studierendenwerk

Kummer, Krankheit, Schwierigkeiten den Alltag zu bewältigen – diese Dinge werden in unserer Gesellschaft häufig totgeschwiegen. Umso bunter und klangvoller widmete sich das „Diversity Fest“ diesen Themen. Die Veranstaltung wurde von der Sozialberatung des Studierendenwerks auf die Beine gestellt. Dabei war es den Organisatoren wichtig, das Fest so offen wie möglich zu gestalten.

„Wir wollen Studierenden mit körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen die Möglichkeit geben, sich auszutauschen“, so Medina Oprea von der Sozialberatung. „Das gleiche gilt für Menschen, die durch ihre Herkunft oder ihre persönliche Lebenslage Hürden erfahren.“ Neben Gesprächen und Beratungsangeboten standen zahlreiche künstlerische Acts auf dem Programm. Passend zum Thema Vielfalt eröffnete die Band „Caravana del Mundo“ mit Klängen aus aller Welt den Abend. Auch die zweite Band „The FleX“ begeisterte die Zuschauer mit einem bunten Musikmix. Die Improtheatergruppe Peng aus Münster nahm die Themen des Abends humorvoll auf und schaffte es sogar, das Publikum in das Stück miteinzubeziehen. Das „Diversity Fest“ ist die erste Veranstaltung dieser Art der Sozialberatung.

Medina Oprea jedoch hofft, das Fest in den nächsten Jahren zu einem festen Bestandteil der Hochschullandschaft zu etablieren. „Wir wollen für das Thema Studieren mit Beeinträchtigungen sensibilisieren, da wir merken, dass viele Betroffene Schwierigkeiten haben, darüber zu sprechen“, so Medina Oprea. Auch an den münsterischen Hochschule wünscht sie sich noch mehr Verständnis für die verschiedenen Belange der Studierenden. Nicht zuletzt habe die Sozialberatung mit massiven Budgetkürzungen zu kämpfen.

Die Veranstaltung wurde durch Spenden der Prokrastinationsambulanz ermöglicht. Dass Beeinträchtigungen im Alltag für die meisten Menschen nach wie vor Tabuthemen sind, kann der Künstler David K. bestätigen. „Dabei gehören negative Erfahrungen genauso zum Leben wie positive.“ Genau das wollte der Student mit seiner Stand-up-Einlage verdeutlichen.  

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