Riesige Amberbäume per Kran eingesetzt
Nächtliche Pflanzaktion vor dem Bahnhof

Münster -

Als Ausgleichsmaßnahme für den Bau des neuen Bahnhofsgebäudes wurden vor dem Haupteingang in einer nächtlichen Pflanzaktion vier große Amberbäume per Kran in Pflanzlöcher gehievt.

Donnerstag, 28.02.2019, 15:45 Uhr aktualisiert: 28.02.2019, 18:15 Uhr
Die großen Bäume wurden per Kran in die Pflanzgruben vor dem neuen Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs gesetzt.
Die großen Bäume wurden per Kran in die Pflanzgruben vor dem neuen Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs gesetzt. Foto: Presseamt Münster

Es tut sich etwas auf dem Bahnhofsvorplatz an der Westseite des Hauptbahnhofs. Die Deutsche Bahn AG hat vier „Großbäume“ vor dem neuen Empfangsgebäude eingepflanzt.

Zuvor hatten in gut einwöchiger Arbeit Baufirmen die Standorte und die Pflanzgruben vorbereitet. „Grundplatten für die Gitterrostabdeckung wurden in den Boden eingelassen, Pflanzsubstrat und Bewässerungsrohre eingebracht“, erklärt die Stadt in einer Pressemitteilung. Am Mittwochabend um 21.30 Uhr lieferte ein Lkw die vier Bäume aus einer Baumschule zum Bahnhof, wo sie mit einem Autokran in die Pflanzgruben gehievt wurden.

„Um den Busverkehr und die Fußgängerströme am Bahnhofsvorplatz nicht unnötig zu behindern, haben wir uns zu dieser nächtlichen Aktion entschlossen“, sagte der gut gelaunte Bahnhofsmanager Michael Jansen vor Ort. „Schließlich war die Deutsche Bahn der Stadt ja noch etwas schuldig im Zusammenhang mit dem Neubau des Empfangsgebäudes.“

15 bis 20 Jahre alte Amberbäume

Bei den Bäumen handele es sich um etwa 15 bis 20 Jahre alte Amberbäume. Deren Stammumfang betrage bereits rund 35 Zentimeter. Und sie sind entsprechend hoch gewachsen. „Wegen ihrer Größe haben die Bäume beste Chancen, sich an diesem Standort auch behaupten zu können“, ist sich die Stadt sicher.

Bei den Bäumen handelt es sich um etwa 15 bis 20 Jahre alte Amberbäume. Der Stammumfang beträgt bereits rund 35 Zentimeter.

Bei den Bäumen handelt es sich um etwa 15 bis 20 Jahre alte Amberbäume. Der Stammumfang beträgt bereits rund 35 Zentimeter. Foto: Matthias Ahlke

Stadtbaurat Robin Denstorff ist denn auch zufrieden mit dieser Verbesserung am Bahnhof. „Für den Vorplatz sind die Bäume ein Gewinn, nicht nur gestalterisch. Nach dem Ende der Baumaßnahmen auf der Ostseite des Hauptbahnhofs werden wir dann endlich auch die Umgestaltung des Vorplatzes auf der Westseite fortsetzen können“, so Denstorf.

Aufwertung des Bahnhofsvorplatzes

Im städtebaulichen Vertrag zwischen der Bahn und der Stadt war 2014 vereinbart worden, dass nach dem Neubau des Empfangsgebäudes vier Großbäume als Ersatz zu pflanzen sind und der Bahnhofsvorplatz damit eine deutliche Aufwertung erfahren soll.

Die Standorte für diese Bäume waren bereits vor den Baumaßnahmen zwischen Bahn und Stadt gemeinsam festgelegt worden. Auch die Bäume wurden schon vor längerer Zeit gemeinsam ausgewählt und in der Baumschule für ihren neuen Standort vorbereitet, heißt es.

Kiss-und-Ride-Spur ausgeschildert

Inzwischen sei die Kiss-und-Ride-Spur als Bahnhofsvorfahrt in der „Kleinen Bahnhofstraße“ ausgeschildert und für die Bahnkunden nutzbar. Außerdem stünden provisorisch ausreichend Kapazitäten zum Abstellen von Fahrrädern zur Verfügung, unterstreicht die Stadt.

Neben einzelnen  ergänzenden Gestaltungsmaßnahmen seien nun weitere Baumaßnahmen im Bereich Bahnhofstraße und Bahnhofsvorplatz erst dann möglich, wenn das Bauvorhaben auf der Ostseite abgeschlossen und der Hauptbahnhof wieder von beiden Seiten adäquat erreichbar sei.

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