Ökönomische Bildung an Schulen
Karliczeks flammender Appell

Münster -

Ökonomische und digitale Bildung an Schulen liegen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sehr am Herzen. Die Eröffnung einer Tagung an der Uni Münster zum Thema nutzte sie zu einem engagierten Plädoyer.

Donnerstag, 07.03.2019, 18:13 Uhr aktualisiert: 07.03.2019, 18:20 Uhr
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eröffnete de tag der ökonomischen Bildung an der Uni.
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek eröffnete de tag der ökonomischen Bildung an der Uni. Foto: kv

Sollen sich Jugendliche im Schulalter schon Gedanken über die Altersvorsorge machen? Bundesbildungsministerin Anja Karliczek findet das keineswegs abwegig. Im Gegenteil: „Je früher man dieses Thema in den Blick nimmt, desto besser“, meinte die Ministerin am Donnerstag, als die den 6. Tag der ökonomischen Bildung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) eröffnete. Auch die Beschäftigung mit der Altersvorsorge gehöre zur ökonomischen Bildung, so Karliczek.

Die Organisatoren der Tagung, das Institut für ökonomische Bildung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der WWU und der „Verband ökonomische Bildung an allgemein bildenden Schulen“ hatte zum Thema „Digitalisierung“ ins Unigebäude an der Scharnhorststraße eingeladen.

Bildung ist Deutschlands Rohstoff

Anja Karliczek nutzte die Veranstaltung für einen flammenden Appell, das ökonomische Wissen von Schülern und deren digitale Kompetenz bestmöglich zu fördern. Die Bildung Jugendlicher ist für sie Voraussetzung „um die Wirtschaftskraft Deutschlands und damit den Wohlstand zu erhalten“. Dass die Bundesrepublik weltweit die viertgrößte Wirtschaftsmacht darstelle, verdanke sie ihrem „einzigen Rohstoff, der Bildung und Forschung“ mit der daraus entstehenden Innovationskraft, so Karliczek.

Anja Karliczek - Bundesbildungsministerin aus dem Münsterland

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  • Anja Karliczek ist seit März 2018 Bundesbildungsministerin. Ernannt wurde sie von Frank-Walter-Steinmeier - dennoch lässt sie sich noch oft im Münsterland sehen.

    Foto: Wilfried Gerharz, dpa, Gunnar A. Pier
  • Anja Karliczek stammt aus Brochterbeck.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Im März 2018 ernannte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sie zur Bundesministerin für Bildung und Forschung.

    Foto: dpa
  • Sehr präsent ist sie dennoch in ihrer münsterländischen Heimat - wie hier im November 2018 bei einem Afrika-Gottesdienst in Greven-Reckenfeld, wo sie von Pfarrer Martin Frohnhöfer als Dank einen Schirm geschenkt bekam.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Anja Karliczek ist ein gern gesehener Gast - wie hier im August 2018 beim Sommerfest der Bezirksregierung Münster mit Regierungspräsidentin Dorothee Feller (links) und Regierungsvizepräsident Dr. Ansgar Scheipers.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zu Hause auf der große Bühne - hier mit Fritz Pleitgen und Jens Spahn in Berlin.

    Foto: dpa
  • Wieder im Münsterland: Besuch im Juli 2018 in der Confiserie Rabbel in Westerkappeln.

    Foto: Michael Baar
  • Mit Winfried Kretschmann

    Foto: dpa
  • Sehr präsent ist sie dennoch in ihrer münsterländischen Heimat - wie hier im November 2018 bei einem Afrika-Gottesdienst in Greven-Reckenfeld.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Neue Heimat: Berlin.

    Foto: PF
  • Januar 2019: Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, und Anja Karliczek (beide CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, stellen während einer Pressekonferenz den Startschuss der Nationalen Dekade gegen Krebs vor.

    Foto: dpa
  • Ein trauriger Anlass: Im April 2018 nahm Bildungsministerin Anja Karliczek (2.v.l) zusammen unter anderem mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker an einem Gottesdienst nach der Amokfahrt in Münster teil.

    Foto: dpa
  • Büro mit Aussicht: Anja Karliczek auf dem Balkon ihrer neuen Heimat in Berlin.

    Foto: Vera Szybalski
  • Wieder im Münsterland: Besuch im Juli 2018 in der Confiserie Rabbel in Westerkappeln.

    Foto: Michael Baar
  • Bundesministerin Anja Karliczek besucht die CEBIT in Hannover

    Foto: dpa
  • Juli 2018: Freisprechung bei der Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf in der Bürgerhalle Ibbenbüren.

    Foto: Dirk Drunkenmölle

Die Entwicklung von Konzepten für die Vermittlung ökonomischer und digitaler Bildung sieht sie somit als essenziell für die Zukunft des Landes. Den jetzt vereinbarten Digitalpakt zwischen Bund und Ländern hält sie für überfällig.

Zwischen Fakten und Fake-News entscheiden

„Es reicht aber nicht, das Internet in die Klassenzimmer zu bringen, es muss guter Unterricht daraus werden“, so Karliczek. Nur so könnten Lehrer ihre wichtige Aufgabe erfüllen, Jugendliche zu kritischen und demokratiefähigen Erwachsenen zu erziehen, die zwischen Fakten und Fake-News unterscheiden könnten. Heute seien Daten der „Treibstoff der Wirtschaft“, ist die Ministerin überzeugt. Verbindliche Regeln für sicheren und fairen Datenaustausch und Vertrauen in den Datenschutz hält sie für ein Qualitätsmerkmal und grundlegende Voraussetzung des Lebens in freien Gesellschaften.

Experten aus Wissenschaft, Unternehmen, Politik und Verwaltung vertieften mit den rund 80 Teilnehmern die Themen in Vorträgen, Diskussionen und Workshops.

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