Stadt und Kirche wollen Aufwertung
Ideen für den Marienplatz dringend gesucht

Münster -

Der Marienplatz ist schön, oder? Der Bereich rund um die Ludgerikirche soll dennoch aufgewertet werden. Denn die Mängelliste ist lang. 

Dienstag, 12.03.2019, 06:45 Uhr
Das Umfeld der Ludgerikirche soll behutsam neu gestaltet werden. Die Mariensäule (l.) und die drei Platanen werden von möglichen Veränderungen nicht betroffen sein, betont die städtische Denkmalbehörde.
Das Umfeld der Ludgerikirche soll behutsam neu gestaltet werden. Die Mariensäule (l.) und die drei Platanen werden von möglichen Veränderungen nicht betroffen sein, betont die städtische Denkmalbehörde. Foto: Oliver Werner

So viel vorweg: Die Mariensäule wird an ihrem angestammten Platz bleiben. Und auch die drei Platanen müssen nichts befürchten – schließlich handelt es sich bei ihnen um Naturdenkmäler.

Ansonsten jedoch haben die drei Landschaftsarchitekten, die sich im Rahmen eines Workshops über eine Neugestaltung des Umfeldes der Ludgerikirche Gedanken machen sollen, weitgehend freie Hand.

Lange Mängelliste

Die Mängelliste, die es zu beheben gilt, ist nach Einschätzung der Stadtverwaltung lang. Die Bänke rund um den Marienplatz seien veraltet, immer wieder gebe es Beschwerden über Müll und Ratten. Zwischen den Flächen an der Kirche und dem angrenzenden öffentlichen Raum gebe es keinen gestalterischen Zusammenhang, die Pflasterflächen rund um die Kirche seien sanierungsbedürftig.

Aufwertung des Marienplatzes geplant

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  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner
  • Der Bereich rund um die Ludgerikirche sowie der Marienplatz sollen aufgewertet werden. Foto: Oliver Werner

„So, wie es jetzt ist, kann es nicht bleiben. Es muss dringend etwas gemacht werden“, sagt Hans-Bernd Köppen , Vorsitzender des Kirchenvorstandes.

Auch Marlies Voss von der städtischen Denkmalbehörde sieht Handlungsbedarf. „Welchen Sinn macht das Rondell an der Mariensäule, wenn dort nur Fahrräder abgestellt werden? Können die Beete zu Aufenthaltsflächen werden? Kann man den Höhenunterschied zwischen Kirchenportal und Königsstraße beheben?“ Dies seien nur einige von vielen Fragen, über die die Landschaftsarchitekten diskutieren sollen. Die Kosten für den Workshop – 30.000 Euro – teilen sich Stadt und Kirche übrigens.

Kaum wahrgenommen

„Im Moment liegt der Marienplatz recht unbenutzt da“, sagt Köppen. „Die Menschen nehmen ihn kaum wahr. Wir wünschen uns, dass er zu einem lebendigen Ort wird“ – möglichst schon im kommenden Jahr, wie der Vorsitzende des Kirchenvorstandes betont.

Die Kaufleute des Ludgeriviertels dürfte der aktuelle Vorstoß freuen – sie bemühen sich schon lange um eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität. Bereits vor sechs Jahren hatten sie in dieser Zeitung betont, dass der Marienplatz dringend aufgewertet werden sollte. Die Stadt erklärte damals, dass man sich bereits Gedanken mache – über Ergebnisse ist bis heute allerdings nichts bekannt.

Wie umfassend sich der Bereich verändern wird, hängt vom Ausgang des Workshops ab. Voss betont indes, dass der im 19. Jahrhundert geplante Marienplatz von großer geschichtlicher und künstlerischer Bedeutung sei – was so auch in der Altstadtsatzung steht. Den Charme einer ruhigen Grünanlage solle er daher auch in Zukunft behalten.

Kommentar: Grünes Kleinod

Seit Jahrzehnten hat sich der Marienplatz nicht groß verändert. Da ist die denkmalgeschützte Mariensäule, die sich auf einem repräsentativen Rondell befindet, da sind die Beete, die mit Zäunen vor Passanten geschützt werden. Ein Kleinod, möchte man denken, grün und abends sogar still in einer ansonsten immer hektischeren Innenstadt.

Dass der Bereich rund um die Kirche neu gepflastert werden muss, steht außer Frage, schließlich gab es dort in den vergangenen Jahren immer wieder Bauarbeiten. Doch ist es wirklich nötig, in einem Zug auch den Marienplatz aufzuwerten?

Sicher, Müll und Ratten haben hier nichts zu suchen. Doch wer glaubt, dass der Müll verschwinden wird, wenn man bislang geschützte Grünflächen zu Aufenthaltsbereichen macht, der dürfte sich schnell wundern. Schließlich ist das nächste Schnellrestaurant nur wenige Meter entfernt. Vorschlag: Wie wäre es, wenn sich die Stadt einfach intensiver um den Platz kümmert – und ihn ansonsten so belässt, wie er bereits seit dem 19. Jahrhundert ist?

Von Martin Kalitschke

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