Messe „Bauen & Wohnen“
Spezielle Trends, ausgefallenes Gold

Münster -

25.000 Menschen werden bis Sonntag in der Halle Münsterland erwartet. 240 Aussteller zeigen auf der Messe „Bauen & Wohnen“ alles rund um die eigenen vier Wände. Dabei spielen auch Werkstoffe aus vergangener Zeit eine Rolle.

Freitag, 15.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 15.03.2019, 20:46 Uhr
Ob Massenware oder „Charakterstück“ – auf der Messe wird für beinahe jeden Geschmack und Geldbeutel etwas geboten.
Ob Massenware oder „Charakterstück“ – auf der Messe wird für beinahe jeden Geschmack und Geldbeutel etwas geboten. Foto: Matthias Ahlke

Um kurz vor 10 Uhr warten am Freitagmorgen schon viele vor der Halle Münsterland auf den Einlass zum Messegelände. Als die Tore pünktlich aufgehen, strömen sie geordnet, doch zielstrebig hinein in die drei Hallen, in denen rund 240 Aussteller in diesem Jahr ihr Angebot präsentieren. Gut eineinhalb Stunden später ist für den Veranstalter bereits klar, dass die erste Rechnung des Tages aufgegangen ist. Denn um den Freitagmorgen zu stärken, ist der Eintritt in diesem Jahr erstmals in den ersten drei Stunden frei. Das zieht sichtlich mehr Leute als noch vor zwölf Monaten.

Darunter sind auch Thomas und Karin Krämer mit ihrem beinahe neun Monate alten Sohn. Aktuell würden sie zwar noch nicht bauen, doch um sich Ideen und Inspiration zu holen, durchforsten sie akribisch die Messehallen – und zeigen sich zufrieden: „Es gibt sehr viele schöne Sachen hier“, urteilt Thomas Krämer. Vor allem verschiedene Gartenmöbel haben es ihm und seiner Frau angetan.

Einfach mal schauen, was die Zukunft so bringt.

Schreiner-Azubi Lukas Bäumker

Ein ganz spezielles Interesse haben derweil Kevin Schmitz, Lukas Schütz und Lukas Bäumker. Die drei Schreiner-Azubis haben den Auftrag sich umzusehen. „Einfach mal schauen, was die Zukunft so bringt“, sagt der 19-jährige Bäumker nicht weit weg vom Stand der Brüder de Ruiter. Bei ihnen spielt weniger die Zukunft als die Vergangenheit eine Rolle, denn ihre Möbel werden aus alten Eichenbrettern gefertigt, die das Brüderquartett Tonny, Jeffrey, Gerard und Ab aufbereitet. Manche davon seien vor 500 Jahren gepflanzt, vor 300 Jahren verbaut und vielleicht erst vor wenigen Jahren irgendwo abgebaut worden, erzählt Gerard de Ruiter und fügt an: „Als mein Bruder vor 25 Jahren davon sprach, darauf ein Geschäft aufzubauen, habe ich ihn für ein bisschen verrückt gehalten.“ Altes Holz sei wie Gold, habe er gesagt. Heute brennen alle vier Brüder für den exklusiven Baustoff.

„Bauen & Wohnen“ in der Halle Münsterland

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  • „Bauen & Wohnen“ in der Halle Münsterland Foto: Matthias Ahlke
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Innovativ geht es auch bei Klaus Hassels zu. Der Grevener Unternehmer macht seit 35 Jahren hauptsächlich in Küchen, Bädern und Wohnungseinrichtung – und hat sich dabei im Laufe der Jahre spezielle Betätigungsfelder gesucht. Unter dem geschützten Begriff „Möbilität“ schafft er Einrichtung für körperlich gehandicapte Menschen. Kein einfaches Feld, da spezielle Lösungen auch spezielle Preise haben. „Gerade dieses Klientel aber hat häufig wenig Geld zur Verfügung“, sagt Hassels ehrlich. Wer einfach mal etwas anderes will, bekommt bei ihm aber auch Möbel aus alten Weinkisten gezimmert und fein verarbeitet.

Gutes Gefühl für die Messe

Messe-Sprecherin Mareike Wessels hat nicht nur aufgrund solcher Besonderheiten ein gutes Gefühl für die diesjährige Messe. „Das Wetter spielt uns in die Karten“, sagt sie schmunzelnd. Als ein großes Thema hat sie in diesem Jahr verschiedene Heiztechnologien ausgemacht. Dafür, dass es mit 240 Ausstellern etwas weniger als im Vorjahr sind, hat Wessels derweil eine überraschende Erklärung: „Die Baubranche boomt so stark, dass viele Handwerker gar nicht mehr Aufträge übernehmen können.“

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Die Messe öffnet am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

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