Hansaring
Verkehrsaufkommen konstant

Münster -

Über Jahre hinweg war es für viele Berufspendler eine wohlvertraute Route. Vom Albersloher Weg bogen Sie in Höhe der Baumarktfiliale Bauhaus rechts ab und befuhren die Achse Theodor-Scheiwe-Straße / Schillerstraße in Richtung Hansaring.

Samstag, 16.03.2019, 15:00 Uhr

Seit Dezember 2015 gibt es die Route nicht mehr, weil die private Theodor-Scheiwe-Straße vom Eigentümer gesperrt wurde. Sind in der Folge mehr Autofahrer den Albersloher Weg weiter stadteinwärts gefahren, um dann nach rechts auf den Hansaring abzubiegen? Das Ingenieurbüro Helmert aus Aachen ist genau dieser Frage nachgegangen und hat festgestellt, das dem nicht so ist. So geht es auf jeden Fall aus einer Verkehrsuntersuchung hervor, die im Auftrag der Stadt erstellt wurde.

Zu dem Ergebnis kommen die Verkehrsplaner, weil sie unter anderem die Werte an zwei markanten Punkten ermittelt haben. Punkt 1 ist der Hansaring (siehe Grafik) nahe der Einmündung Soester Straße. Hier wurden in den Jahren 2013 bis 2015 (also vor der Sperrung) zwischen 13 815 und 14 602 Fahrzeuge am Tag gezählt. In den Jahren 2016 bis 2018 waren es zwischen 13 040 und 14 271. Also kaum eine Veränderung.

Wie kann das sein, wenn zugleich ein Schleichweg weggefallen ist, der nach allgemeiner Auffassung den Hansaring entlastet? Die Prüfer haben die Antwort an einer anderen Messestelle gefunden, und zwar am Albersloher Weg in Höhe der Baumarktfiliale „ Bauhaus “. Hier wurden von 2013 bis 2016 zwischen 23 751 und 25 816 Autos am Tag gezählt, danach aber nur noch zwischen 20 049 und 22 420 – mit sinkender Tendenz.

Die Erklärung der Gutachter: Die früheren Benutzer des Schleichweges haben sich eine neue Route gesucht, etwa über die Umgehungsstraße weiter bis zur Wolbecker Straße.

Stadtbaurat Robin Denstorff begründet dieses Phänomen damit, dass das tagsüber kontinuierlich hohe Verkehrsaufkommen auf dem Hansaring in erster Linie bestimmt werde durch die Leistungsfähigkeit der beiden Knotenpunkte, die den Hansaring „speisen“. Auf der einen Seite die Kreuzung des Rings mit Albersloher Weg und Bremer Straße, auf der anderen Seite die Kreuzung des Rings mit der Wolbecker Straße. Diese beiden Punkte sind für den Stadtbaurat das eigentliche Nadelöhr, zugleich aber auch die Bremse für ein nicht weiter steigendes Verkehrsaufkommen auf dem Hansaring.

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