Nicht für alle erfreulich
Anmeldung der angehenden Fünftklässler abgeschlossen

Münster -

Die Anmeldung der angehenden Fünftklässler zu den weiterführenden Schulen für das Schuljahr 2019/20 ist abgeschlossen. Am Freitag wurden die Eltern über die Platzvergabe informiert – und für einige sind die Nachrichten nicht erfreulich.

Samstag, 16.03.2019, 09:00 Uhr
Klaus Ehling leitet das Schulamt der Stadt Münster
Klaus Ehling leitet das Schulamt der Stadt Münster Foto: --

Nicht alle Schulen können sämtliche angemeldeten Kinder aufnehmen. Besonders hart trifft es die Erich-Klausener-Realschule, die in diesem Jahr 45 der insgesamt 129 Kinder an andere Schulen verweisen muss.

Der Grund: Die beliebte Erich-Klausener-Schule am Aasee hat in den vergangenen Jahren bereits eine Parallelklasse mehr aufgenommen als vorgesehen. Es stehen momentan einfach nicht genügend Räume zur Verfügung. Demnächst soll der Ausbau der Schule beginnen. Freie Plätze in ausreichender Zahl hat die Erna-de-Vries-Realschule an der Spichern­straße, erläutert Klaus Ehling , der Leiter des städtischen Schulamts.

Andrang auf Gymnasien

An den Gymnasien verzeichnet das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium zu viele Anmeldungen. Hier können 16 Kinder nicht aufgenommen werden. Freie Plätze gibt es in der Innenstadt noch am Gymnasium Paulinum, am Pascal-Gymnasium und vor allem am Schlaun-Gymnasium. Hier wurden lediglich 47 Kinder angemeldet, viel weniger als vor einem Jahr.

Auch die Modellschule Primus, die von der ersten bis zur zehnten Klasse durchgehend unterrichtet, hatte zu viele Anmeldungen für die wenigen freien Plätze im Formen-Jahrgang. Die Sekundarschule Münster kann mit bisher 44 Anmeldungen noch viele Kinder aufnehmen.

Zu wenig Kinder für eine Klasse

An den vier verbleibenden Hauptschulen in Coerde, Hiltrup, Wolbeck und Kinderhaus wurden jeweils genügend Kinder angemeldet, um mindestens eine Klasse zu bilden.

An der Waldschule Kinderhaus, die 31 Kinder erwartet, könnten es bei wenigen zusätzlichen Anmeldungen sogar mehr werden. Die Eltern der Kinder, die an ihrer Wunschschule keinen Platz erhalten, werden jetzt benachrichtigt, welche Schulen bevorzugt noch Kinder aufnehmen, erläutert Schulamtsleiter Klaus Ehling. Überall, wo die Plätze nicht ausreichen, gibt es ein Losverfahren.

Viel Arbeit für Realschulen

Der Druck auf die Realschulen rührt nach Ehlings Einschätzung nicht nur daher, dass rund 280 Kinder bei den beiden städtischen Gesamtschulen nicht aufgenommen werden konnten und nun erneut an anderen Schulen – häufig Realschulen – angemeldet wurden.

Weil das Land Nordrhein-Westfalen die Richtlinien für die Inklusion geändert hat, soll es nach dem Willen des Schulministerium in der Regel keine Förderschüler mehr an Gymnasien geben. Auf Realschulen kommt darum eine umfangreichere Aufgabe zu.

Inklusion senkt Anzahl der Plätze

Außerdem haben, so Ehling weiter, die Erich-Klausener-Realschule, die Geschwister-Scholl-Realschule sowie die Realschule im Kreuzviertel von dem Angebot der Schulaufsicht Gebrauch gemacht, mit Blick auf die Aufgaben der Inklusion die Schülerzahl bei 28 zu deckeln. Auch deswegen sinke die Zahl der Kinder, die aufgenommen werden können, betont Ehling.

Das Schiller-Gymnasium, das vor Jahren als erstes Gymnasium in die Unterrichtung von Förderschülern mit Entwicklungsverzögerung beim Lernen eingestiegen war, beschreitet den Weg vorerst weiter. Möglich sei dies, weil die Plätze dringend gebraucht würden, so Ehling.

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