Bosse in der Halle Münsterland
Zwischen Dancefloor und Texten mit Tiefgang

Münster -

Der Stil seiner Musik hat sich verändert, aber eins ist geblieben: Bosse hat mit „Alles ist jetzt“ schon zum zweiten Mal ein Nummer-Eins-Album gelandet. In der mit 6000 Fans ausverkauften Halle Münsterland zeigte der Singer-Songwriter, was ihn zu dieser Veränderung bewegt hat – und überzeugte auf seine ganz eigene Art und Weise.

Sonntag, 17.03.2019, 13:32 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 13:39 Uhr
Bosse in der Halle Münsterland: Zwischen Dancefloor und Texten mit Tiefgang
Bosse überzeugte seine Fans in der restlos ausverkauften Halle Münsterland. Foto: Franziska Eickholt

Während Bosses Markenzeichen neben Texten mit Tiefgang vor allem einzigartige Singer-Songwriter-Sounds abseits von simplem Gitarren-Pop sind, kommt „Alles ist jetzt“ moderner und elektronischer daher. Doch was der 39-Jährige hier an Individualität verliert, macht er an anderer Stelle wieder gut.

Denn Bosse wird mit seinen neuen Songs zum ersten Mal ganz subtil gesellschaftskritisch. So bedient er sich etwa des Vergleichs von Hollywood-Schauspieler Robert de Niro in einem RTL-Format um zu beschreiben, wie er sich in der immer stärker rechtsradikal geprägten Gesellschaft fühlt.

Ganz nah am Fan

Dennoch ist den Fans anzumerken, dass „Alles ist jetzt“ sich zwar hervorragend zum Tanzen eignet, aber einfach nicht so sehr wie gewohnt berührt. Gut, dass „Aki“ Bosse auch etliche ältere Songs aus seinem Repertoire mitgebracht hat.

6000 Fans feiern Axel Bosse in Münster

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  • In der restlos ausverkauften Halle Münsterland feierten 6000 Fans den Singer-Songwriter und seine Band.

    Foto: Franziska Eickholt
  • Bosse stellte sein neues Nummer-Eins-Album „Alles ist jetzt“ vor.

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  • Axel Bosse bewies nach vielen erfolgreichen Auftritten in Münster in der Vergangenheit einmal mehr...

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  • ... dass er zu seinem Publikum in Münster einfach eine ganz besondere Verbindung hat.

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  • Mit seinen Texten trifft Bosse den Zahn der Zeit.

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  • Bosse gelingt es mit seiner Musik Generationen zu verbinden.

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  • Als die Fans dann schon vor der mehr als ausführlichen Zugabe nicht aufhören wollen, ihr Idol mit „Olé olé, super Bosse olé“ zu feiern...

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  • ... hat Axel Bosse die Tränen in den Augen.

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  • Der Erfolg ist dem 39-Jährigen auch nach seinem zweiten Nummer-Eins-Album bis heute nicht zu Kopf gestiegen.

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Was dem Singer-Songwriter aber nach wie vor einmalig gut gelingt, ist trotz der Menschenmassen in der Halle Münsterland ganz nah dran an seinen Fans zu sein. Nicht zuletzt, als er mal eben von der Bühne klettert und in Mitten seiner Fans in die Hocke geht. Die ganze Halle ganz klein – und Bosse mittendrin.

Bosse mit Tränen in den Augen

Mit unglaublich sympathischen Anekdoten, einzigartigen Akustik-Sets und dem spontanen Besuch von Deichkind-Star „Herr Spiegelei“, der ganz plötzlich auftaucht und genauso schnell wieder verschwindet, wird Bosses Auftritt zu einem echten Erlebnis.

Und als Aki Bosse in einer von den unzähligen Zugaben „Ich bereue nichts“ als großartiges Duett mit Background-Sängerin Valentine Romanski anstimmt, ist die ein oder andere Träne in den Augen unverkennbar – sowohl vor als auch auf der Bühne. 

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