Gremmendorfer Familie Stork auf Weltreise
Kreditkarten-Stress und Indien hautnah

Münster -

Sie haben das Taj Mahal in Indien gesehen, haben im Ganges gebadet und sind auf Elefanten geritten – gut zwei Monate, nachdem sich die Gremmendorfer Familie Stork mit ihren beiden schulpflichtigen Kindern auf ihre einjährige Reise quer durch Südostasien gemacht hat, melden sich die vier aus Agra in Nordindien. Probleme gibt es bisher keine, wenn man mal von dem Stress mit der Kreditkarte absieht.

Dienstag, 19.03.2019, 09:00 Uhr aktualisiert: 19.03.2019, 14:05 Uhr
Beim Besuch des Taj Mahals in Nordindien: Stefanie und Lars Stork mit den Kindern Raphael und Josefine. Zuvor war die Familie unter anderem im Südwesten im tropischen Bundesstaat Kerala.
Beim Besuch des Taj Mahals in Nordindien: Stefanie und Lars Stork mit den Kindern Raphael und Josefine. Zuvor war die Familie unter anderem im Südwesten im tropischen Bundesstaat Kerala. Foto: Stork

„Inzwischen bekommen wir wieder Geld“, sagt Lars Stork – und die Erleichterung ist ihm auf dem geschickten Video anzusehen. Die Sicherheitsstandards der deutschen Banken sind eben hoch, und wenn mehrmals Geld nach Indien fließt, schrillen in Deutschland mitunter die Alarmglocken. „Aber mit einem Anruf bei unserer Bank und der Beschreibung unserer Reiseroute“, so Lars Stork, sei diese Hürde jetzt überwunden.

Dabei sind die Gremmendorfer noch am Anfang ihrer langen Asien-Route, die sie auch durch Thailand, Indonesien, Vietnam und Kambodscha führen wird. „Allerdings haben wir schon einiges gestrichen, da es mit Kindern einfach nicht zu schaffen ist“, räumt Lars Stork ein. „Teile des indischen Westens sind raus, da das Wetter in der Wüste in dieser Jahreszeit zu unberechenbar ist“ – mit plötzlichen Stürmen mit Windgeschwindigkeiten um 180 Stundenkilometer. Und Nepal wurde gestrichen. „Da unsere Kinder sich querstellten zur Trekkingtour“ – mit anstrengen den 1500 bis 3500 Metern Höhenunterschied.

Yoga ist Familienkonsens

Yoga trifft da schon eher den Familienkonsens. „Von Agra – mit mehreren zum Weltkulturerbe zählenden Stätten wie dem Mausoleum Taj Mahal – sind wir nach Rishikesh gefahren und haben dort eineinhalb Wochen in der Heiligen Stadt verbracht“, mit Yoga im Ashram und Meditation und Bad im Ganges. Lars Stork: „Der ist hier oben ziemlich kalt.“ Die Stadt Rishikesh am Fuße des Himalaya und am Ufer des hier oben noch sehr klaren Ganges wurde übrigens weltweit bekannt, als sich die Beatles und andere westliche Popstars in den 1960er-Jahren im Yoga-Ashram zur Meditation zurückzogen.

Familie meldet sich aus Indien

Den Kindern der Familie Stork haben es indes die vielen wild lebenden Tiere angetan: Affen, Büffel, Elefanten und „vor allem die Kamele fand ich toll“, schwärmt der achtjährige Raphael. Fasziniert ist seine Schwester Josefine vom Hindufest, „bei dem wir dabei sein durften – so bunt wie bei uns der Karneval“.

Zwischendurch gibt's Schulaufgaben

Bahn und Bus sind die bevorzugten Verkehrsmittel der Storks. Mit dem Flieger sind die vier inzwischen nach Thailand weitergereist. Auf dem Besuchsprogramm: Der große Palast in Bangkok, Residenz der Könige von Siam bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts und mehrere Tempel. Schließlich ist die Tour auch als Bildungsreise gedacht.

Gremmendorfer Familie Stork auf Weltreise

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  • Die Backwaters im indischen Bundesstaat Kerala im Südwesten Indiens

    Foto: Stork
  • Familie Stork am Charuti-Wasserfall in Rishikesh am Fuße des Himalaya

    Foto: Stork
  • Die Backwaters im indischen Bundesstaat Kerala im Südwesten am Arabischen Meer.

    Foto: Stork
  • Tempel in Indien

    Foto: Stork
  • Tempelanlage in Indien

    Foto: Stork
  • Teeplantagen im indischen Munnar auf 1500 Metern Höhe

    Foto: Stork
  • Charuti-Wasserfall beim Yoga-Zentrum Rishikesh

    Foto: Stork
  • Beim Besuch des Taj Mahal im Norden Indiens

    Foto: privat
  • Am Roten Fort in Agra in Nordindien.

    Foto: i
  • Lars Stork im Yogas-Sitz am Ganges bei Rishikesh, dem Yogazentrum im Norden Indiens

    Foto: Stork
  • Baden im Ganges

    Foto: Stork
  • Fischernetze des Dschingis Khan bei Kochi in Südindien

    Foto: Stork
  • Die Gremmendorfer Familie Stork, die auf einjähriger Reise quer durch Südostasien ist, meldet sich aus Indien und Thailand – mit spannenden Eindrücken und einigen Hürden, die genommen wurden. Foto: Stork
  • Vor dem Großen Palast in Bangkok (Thailand): Lars und Stefanie Stork mit ihren Kindern Josefine und Raphael

    Foto: Stork

Die Kinder Josefine, die aufs Annette-Gymnasium in Münster geht, und Raphael, der die Ida-Grundschule in Gremmendorf besucht, büffeln zwischendurch auch für die Schule. Nicht bei lausigem Wetter mit Dauerregen und Sturm wie in Münster, sondern bei 36 Grad und herrlichen Strandaufenthalten. Lars Stork: „Sehr angenehme Temperaturen. Knochen und Muskeln freuen sich.“ Die Gremmendorfer tanken derzeit auf für die nächsten Abenteuer. „Unser nächstes größeres Ziel ist Angkor Wat in Kambodscha“ – bekannt für seine beeindruckende Tempelanlage.

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