Bund Katholischer Unternehmer
Soziale Marktwirtschaft braucht Werte

Münster -

Prof. Ulrich Hemel ist Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer. Er war als Festredner nach Münster gekommen, als der Interessenverband „Deutscher Zeitarbeitsunternehmen“ drei Unternehmen für ihr Engagement für soziales und Umwelt ehrte.

Donnerstag, 21.03.2019, 20:30 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 20:50 Uhr
Prof. Ulrich Hemel (r.), Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer, plädierte beim Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen in Münster, den Menschen in den Vordergrund zu stellen.
Prof. Ulrich Hemel (r.), Vorsitzender des Bundes Katholischer Unternehmer, plädierte beim Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen in Münster, den Menschen in den Vordergrund zu stellen.

Wer ein Unternehmen führt, muss Profit machen. Aber es erfordert laut Prof. Ulrich Hemel viel mehr als dies: Soziale Marktwirtschaft brauche Werte – und zum erfolgreichen Wirtschaften gehöre fairer und respektvoller Umgang mit den Mitarbeitern, die es tragen. Hemel hat in seinem Leben schon mehrere Unternehmen gegründet und geführt, neuerdings in der digitalen Gesundheitswirtschaft. Der 62-Jährige ist aber nicht nur Firmenlenker und Manager, sondern auch studierter Theologe und Philosoph. Eine ideale Kombination, um dem „ Bund Katholischer Unternehmer “ (BKU) vorzustehen.

Eines der Mitglieder des BKU ist der Interessenverband „Deutscher Zeitarbeitsunternehmen“ (IGZ), der in Münster seine Bundesgeschäftsstelle unterhält. Marcel Speker aus der Presseabteilung des Verbandes weiß, dass Zeitarbeitsunternehmen nicht immer ein guter Ruf vorauseilt. Die Unternehmen des Verbandes wollten bewusst „Weiße Schafe“ in der Branche sein, betonte Speker jetzt bei einer Veranstaltung mit dem BKU-Vorsitzenden. Auch Zeitarbeitsunternehmen schrieben sich ethische Verantwortung auf die Fahnen.

Diskussion über soziale Verantwortung

Der Vorsitzende des BKU war als Festredner nach Münster gekommen, als der IGZ drei Zeitarbeitsunternehmen für ihr Engagement für soziales und Umwelt ehrte. Zuvor diskutierte Hemel mit Mitgliedern des BKU über soziale und ethische Verantwortung in der sozialen Marktwirtschaft. Der Begriff sei aktuell zunehmend mit neoliberalen Inhalten aufgeladen worden, so Hemel – eine seiner Meinung nach falsche Prägung.

Erfolgreiches Unternehmertum messe sich bei aller notwendigen Effizienzorientierung auch daran, dass die Balance zwischen Person und Funktion in Betrieben hergestellt sei. Der arbeitende Mensch müsse im Vordergrund stehen. Hemel steht auch auf dem Standpunkt, dass jeder mit seiner Arbeit eine Familie ernähren können müsse. Die so verstandene Soziale Marktwirtschaft ist für den Vorsitzenden des bundesweit 1100 Mitglieder zählenden Verbandes ein „Friedensprojekt für die Gesellschaft in Deutschland, in Europa und in einer globalen Wirtschaft für die ganze Welt“.

Jahrestreffen in Münster

Die Herausforderung sieht er nun darin, wie sich das System soziale Marktwirtschaft nun den Herausforderungen einer digital geprägten Wirtschaft stelle.

In Kürze werden junge Unternehmer des BKU in Münster die Debatte fortsetzen: Vom 5. bis zum 7. April findet im Borromaeum das Jahrestreffen „Junger BKU“ statt.

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