Startschuss für den Frühjahrssend
Drehwurm im zweiten Anlauf

Münster -

Die Send-Saison ist eröffnet. Oberbürgermeister Markus Lewe gab am Samstagnachmittag den offiziellen Startschuss für das Volksfest auf dem Schlossplatz - und zeigte beim Pferderennen seine ganze Rummel-Erfahrung. 

Samstag, 23.03.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 24.03.2019, 15:22 Uhr
Startschuss für den Frühjahrssend: Drehwurm im zweiten Anlauf
Oberbürgermeister Markus Lewe (5.v.r.) eröffnete am Samstagnachmittag den Frühjahrssend. Foto: Pjer Biederstädt

Die Vorfreude auf den Frühjahrssend war bei Pierre, Jennifer und Ben Wacker so groß, dass sie aus Versehen einen Tag zu früh angereist sind. Die Familie aus Osnabrück kam schon am Freitag für den Bummel über den Rummel nach Münster – doch die 200 Karussells und Buden waren da noch verrammelt.

„War aber nicht schlimm, wir sind einfach shoppen gegangen und heute wiedergekommen“, erzählte Familienvater Pierre Wacker, wenige Minuten nachdem Oberbürgermeister Markus Lewe die Send-Saison für eröffnet erklärt hatte. Er gab am Samstagnachmittag den offiziellen Startschuss für das neuntägige Volksfest auf dem Schlossplatz. Auf der größten Kirmes im Münsterland werden eine halbe Million Besucher erwartet. „Der Send ist ein Stück Heimat und ist gute Tradition“, sagte Lewe bei „Nicht-Send-Wetter“. Denn Send-Wetter bedeute eigentlich Wind und Regen, scherzte der Oberbürgermeister. Er muss es wissen, schließlich eröffnete er im zehnten Amtsjahr die zehnte Send-Saison.

Familien-Event im Sommer

Fritz Heitmann war bei der Eröffnung umringt von Artisten vom Zirkus Alfredo. „Als Vorgeschmack für den nächsten Sommersend“, wie der Chef des Schaustellerverbandes sagte. An der Sommer-Ausgabe soll nämlich nicht nur festgehalten werden, sondern sie soll zum Familien-Event ausgebaut werden, ließ Heitmann wissen. „Ein Mitmach-Send in den Ferien, mit vielen kostenlosen Aktionen“, umriss er das Vorhaben, das zuvor mit der Stadt auf einem Send-Gipfel beschlossen worden war.

Frühjahrssend 2019 eröffnet

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  • Der Frühjahrssend 2019 ist eröffnet. 200 Fahrgeschäfte und Buden sind auf der Schlossplatz aufgebaut.

    Foto: Pjer Biederstädt
  • Am Samstag (23. März 2019) gab Oberbürgermeister Markus Lewe (r.) den Startschuss für das Volksfest. Fritz Heitmann, Chef des Schaustellerverbands, wünschte allen eine schöne Kirmes. 

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  • Beim anschließenden Rundgang ließ es sich der Oberbürgermeister nicht nehmen, selbst beim Pferderennen mitzumachen. Die erste Runde gewann er, ...

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  • ... die zweite Runde moderierte er dann.

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Spende für die Klinik-Clowns

Wie in jedem Jahr überreichte Heitmann die 500 Euro aus der Sammeldose an der Orgel als Spende an die Klinik-Clowns der Uniklinik, ehe Lewe beim traditionellen Send-Rundgang nach der Eröffnung mit zahlreichen Rummel-Besuchern plauderte und später auch noch Treffsicherheit bewies: Beim Pferderennen bugsierte er die Bälle am schnellsten in die Löcher, sodass sein Ross als erstes die Ziellinie überquerte. Danach wechselte er die Seiten und moderierte das nächste Rennen – ganz zur Freude der „Jockeys“.

Drei Fragen an Marktmeister Thomas Lehmkuhl

Wie bewerten Sie die Entscheidung für den Erhalt des Sommersends?
Thomas Lehmkuhl: Grundsätzlich stehe ich der Entscheidung positiv gegenüber. Man sollte nämlich bei der Diskussion nicht vergessen, dass es auch um den Broterwerb der Schausteller geht.

Mit welchen Herausforderungen hatten Sie im Vorfeld des Sends zu kämpfen?
Lehmkuhl: Es sind eigentlich immer die gleichen Herausforderungen. Beim Aufbau gibt es hier und da Wehwehchen, meist sind es logistische Dinge. Wenn ein großes Karussell beispielsweise etwas später auf den Schlossplatz kommt, kann es schon mal eng werden.

Was muss passieren, damit Sie nach neun Tagen sagen: Das war ein guter Send?
Lehmkuhl: Das Wetter muss so bleiben. Dann wird das eine runde Sache. Der Winter ist vorbei, die Leute wollen jetzt vor die Tür.

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Einige Stunden vor der Eröffnung hatte ein Großaufgebot des Zolls die Schausteller des Sends überprüft. „Die Beamten wollten aber den Ablauf nicht stören und sind zum Glück vor der Eröffnung gekommen“, berichtete Heitmann.

Davon bekam Familie Wacker schon gar nichts mehr mit. Kein Wunder, schließlich hatte der zweijährige Ben nur Augen für das Karussell mit den bunten Autos – und seine Eltern Freude an den leuchtenden Kinderaugen.

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