Landgericht fällt Urteil
Münsteraner muss 22 Monate in Haft

Münster -

Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilte die 11. Große Strafkammer am Landgericht einen 35 Jahre alten Mann aus Münster. Die Anklage lautete auf vorsätzliche gefährliche Körperverletzung, Urkundenfälschung und Fahren ohne Führerschein.

Montag, 25.03.2019, 17:15 Uhr aktualisiert: 26.03.2019, 16:01 Uhr
 
  Foto: dpa

Nach Überzeugung des Gerichts hatte der Angeklagte im Juni 2018 in zwei Fällen auf einem Campingplatz in Telgte einen anderen Mann während einer Auseinandersetzung misshandelt und verletzt. Zum Streit war es gekommen, weil der Geschädigte den Angeklagten aufgefordert hatte, sein Auto vom Zufahrtsweg zu seinem Grundstück zu entfernen.

Kennzeichen abgeschraubt und selbst genutzt

Weiter befand ihn die Strafkammer der Urkundenfälschung schuldig, weil er von einem fremden Fahrzeug das Kennzeichen abgeschraubt und an sein eigenes Motorrad montiert hatte. Mit diesem Motorrad unternahm er ohne gültigen Führerschein eine Fahrt, bei der er von einer Polizeistreife angehalten wurde. Diese Straftaten hatte der Angeklagte zugegeben.

Das Gericht folgte in seinem Urteil weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Dabei wertete es die angeklagte gefährliche Körperverletzung lediglich als einfache. Zugunsten des Angeklagten sprach nach Auffassung der Strafkammer sein weitreichendes Geständnis. Nachteilig wirkte sich sein umfangreiches Strafregister aus. Nicht berücksichtigt wurden der schwierige Lebenslauf und die Drogenabhängigkeit des 35-Jährigen, da er laut einer Gutachterin für seine Taten voll verantwortlich war.

Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie künftig ein straffreies Leben führen können.

Der Vorsitzende Richter

Das Gericht empfahl dem Angeklagten nachdrücklich, in der Haft seine Drogensucht in den Griff zu bekommen und sich darüber klar zu werden, welchen Lebensweg er künftig einschlagen wolle. „Wir drücken Ihnen die Daumen, dass Sie künftig ein straffreies Leben führen können“, wandte sich der Vorsitzende an den Verurteilten.

Da im Urteil noch weitere Taten und Freiheitsstrafen einbezogen wurden und der Münsteraner schon mehrere Monate in Untersuchungshaft verbracht hatte, gelten elf Monate der Freiheitsstrafe als bereits verbüßt. Wenn keine der beteiligten Parteien Rechtsmittel einlegt, kann das Urteil in einer Woche in Kraft treten.

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