Freibad Stapelskotten
Sonne muss Wasser weiter alleine heizen

Münster -

Im Freibad Stapelskotten muss – ebenso wie in Hiltrup – die Sonne allein für angenehme Wassertemperaturen sorgen. Das sollte sich in Stapelskotten schon eventuell in der anstehenden Saison ändern. Doch jetzt ist klar: Es wird nichts daraus.

Mittwoch, 27.03.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 12:34 Uhr
Das Wasser im Freibad Stapelskotten, hier an der Wasserrutsche – bleibt weiter ungeheizt.
Das Wasser im Freibad Stapelskotten, hier an der Wasserrutsche, bleibt weiter ungeheizt. Foto: Matthias Ahlke

Eine Heizungsmöglichkeit für kühle Sommertage – das sollte es auch im Freibad Stapelskotten geben – eigentlich schon im vergangenen Jahr. Jetzt ist klar: Bis auf Weiteres gibt es keine Realisierungschance für die Wasserheizung des Freibades in Münsters Osten, bestätigt Winfried Reher , Leiter der Bäderabteilung im Sportamt.

Eigentlich sollte dort mit Biogas geheizt werden, das ein Landwirt aus der Umgebung hätte anliefern können. Die Entfernung des Hofes zum Schwimmbad erwies sich bei näherer Betrachtung aber als zu weit – nämlich ein kompletter Kilometer. „Zum einen hätte der Bau der dafür notwendigen Leitung erhebliche Kosten verursacht, zum anderen entstünden bei einer solchen Entfernung zu große Wärmeverluste“, erläutert Reher.

Projekt Heizung wird vorerst nicht weiter verfolgt

Als Alternative wurde eine Heizung mit einer mobilen Anlage geprüft, die ein privater Unternehmer mit Biomasse als Gehölzschnitt betreiben wollte. Technisch wäre dies möglich gewesen, aber die Analyse der – ohne Heizung – erreichten Wassertemperatur in den vergangenen Jahren ergab für den Anbieter keine ausreichende Rentabilität. Ohnehin nicht im Super-Sommer 2018, aber auch nicht in den Jahren zuvor, in denen nur sehr selten 20 Grad nicht erreicht worden seien, wie Reher betont. In Anbetracht dieser Ergebnisse werde das Projekt Heizung in Stapels­kotten vorerst nicht weiter verfolgt.

Münsters Freibäder von oben

Arbeiten zur Vorbereitung der Saison angelaufen

Unterdessen haben die Arbeiten zur Vorbereitung der Saison in den drei städtischen Freibädern begonnen. Am 1. Mai wird die Coburg, unabhängig vom Wetter, öffnen. Das Wasser werde mindestens 23 Grad warm sein, verspricht Reher. Die Heizung der Coburg mit Fernwärme ist die Stadt in der vergangenen Saison angesichts der Dauerhitze nicht sehr teuer zu stehen gekommen. Am 1. Mai allerdings regnete es bei sechs Grad, wie sich Reher erinnert, und im September sackten die Temperaturen, während die Besucher weiterhin bei annähernd 25 Grad schwimmen gingen.

Auch in diesem Jahr werden die beiden Freibäder in Stapelskotten und Hiltrup erst im Laufe des Mai öffnen, wenn sich die Lufttemperatur erwärmt hat.

Kommentar: Die Sonne muss es richten

Im vergangenen Jahr hat es ja niemanden gestört – und die Dauer-Klagen über das zu kalte Wasser in den schön sanierten städtischen Freibädern waren dank Dauerhitze buchstäblich verebbt. Aus den zuvor diskutierten Möglichkeiten, wenigstens das Wasser in Stapelskotten bei Bedarf zu heizen, wird also nichts.

Wie gut, dass wenigstens das Freibad Coburg seinen Gästen konstante 24 bis 25 Grad Wassertemperatur bieten kann. Die Besucherzahlen zeigen, wie dankbar dieser Service angenommen wird. Jahrelang wurde auch hier zuvor geprüft und diskutiert – und es sei daran erinnert, dass die Fernwärme erst ins Fließen kam, als ein privater Sponsor die Kosten des Anschlusses übernahm.

In Stapelskotten – und Hiltrup sowieso – bleibt den Schwimmern also die Hoffnung auf einen erneut schönen Sommer. Sollte sich die in hiesigen Breiten eigentlich übliche Wetterlage wieder einstellen, wird mit den sommerlichen Tiefdruckgebieten auch die leidige Debatte zurückkehren.

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