Zehn-Jahres-Vergleich der Bertelsmann-Stiftung
Armutsquote bleibt in Münster konstant

Münster -

In puncto Armut stemmt sich Münster gegen den Bundestrend: Während die Armutsquote in den Großstädten zwischen 2007 und 2016 bundesweit gestiegen ist, blieb sie laut einer Erhebung der Bertelsmann-Stiftung in der Westfalenmetropole unverändert.

Dienstag, 02.04.2019, 17:00 Uhr
Zehn-Jahres-Vergleich der Bertelsmann-Stiftung: Armutsquote bleibt in Münster konstant
Symbolbild Foto: Kay Nietfeld/dpa

Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Bericht „Monitor Nachhaltige Kommune 2018“ hervorgeht, lag die Armutsquote in Münster 2007 und auch 2016 bei jeweils neun Prozent. Darunter versteht die Stiftung den Anteil der Bezieher von Sozialhilfe und Grundsicherung für Arbeitssuchende an der Gesamtbevölkerung.

In allen deutschen Großstädten mit mehr als 100 000 Einwohnern betrug die Armutsquote 2007 im Mittel 13,7 Prozent und stieg bis 2016 auf 14 Prozent. Für das gesamte Bundesgebiet weist die Studie geringere Quoten aus: Sie betrug 10,5 Prozent im Jahr 2007 und sank bis 2016 auf 10,1 Prozent.

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Foto: Grafik:Christ

Allerdings sei die Armut in Deutschland nach wie vor sehr ungleich verteilt, berichtet die Bertelsmann-Stiftung in der Studie. Auch in den einzelnen Großstädten habe sich die Armutsquote im Zehn-Jahres-Vergleich sehr unterschiedlich entwickelt: In 37 Kommunen (46 Prozent) ist die Quote der Sozialleistungsempfänger gestiegen, in 27 (34 Prozent) ist sie gesunken und in 16 (20 Prozent) ist sie in etwa gleichgeblieben.

Die Verwaltungschefs der 80 deutschen Großstädte hätten das Problem Armut ebenfalls erkannt und Maßnahmen ergriffen, berichtet die Stiftung weiter. Das habe das Deutsche Institut für Urbanistik anhand einer weiteren Befragung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung ermittelt.

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