Zweite Runde im Exzellenzwettbewerb
Große Inspektion an der Uni

Münster -

Die Uni Münster möchte gern in den Kreis der Exzellenzuniversitäten aufgenommen werden. Am Mittwoch und Donnerstag (3. und 4. April) wird es in diesem Wettbewerb ernst. Eine hochrangige, internationale Gutachterkommission inspiziert die gesamte Uni. Und hochrangig sind auch die Unterstützer.

Mittwoch, 03.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 07:26 Uhr
Batterieforschungszentrum „Meet“
Eine Campus-Tour wird die Gutachter unter anderem zum Batterieforschungszentrum „Meet“ führen. Foto: Matthias Ahlke

Für die Universität wird es mit ihrem Bestreben, in den Kreis der deutschen Exzellenzuniversitäten vorzustoßen, am Mittwoch und Donnerstag (3./4. April) ernst. An diesen beiden Tagen erwartet die Hochschule den Besuch einer 20-köpfigen internationalen Gutachterkommission für den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Wissenschaftsrat organisierten Wettbewerb.

Viele Gutachter reisen aus den USA und Großbritannien an, ein Gutachter kommt aus Indien, ein weiterer aus Kanada. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen werden aus diesem Anlass am Donnerstag nach Münster kommen, um die Begutachtung der Hochschule zu begleiten.

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Isabel Pfeiffer-Poensgen Foto: dpa

Aber es wird auch lokale beziehungsweise regionale Unterstützung geben: So werden auch Oberbürgermeister Markus Lewe, Regierungspräsidentin Dorothee Feller und Weihbischof Dr. Stefan Zekorn an einer Gesprächsrunde im Schloss teilnehmen, wie Uni-Sprecher Norbert Robers erläutert.

Es geht um Geld und Prestige

Mit dem Erfolg in der ersten Wettbewerbsrunde im vergangenen Herbst hatte sich die WWU dafür qualifiziert, sich auch darum zu bewerben, als Exzellenuniversität gefördert zu werden. Für die WWU geht es dabei nicht nur um eine zusätzliche jährliche Förderung in Höhe von bis zu 13 Millionen Euro – sondern vor allem um das Prestige, mit dem der Titel verbunden ist. Die WWU hat sich mit einem Konzept beworben, das die Überschrift „Exzellenz inte­griert“ trägt.

„Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, dass Forschung, Lehre und der Wissenstransfer in die Gesellschaft als untrennbare Einheit verstanden werden muss“, so Robers. Als sogenannter Transferraum stehen die drei WWU-Museen (Geomuseum, Archäologisches Museum, Bibelmuseum) in der Pferdegasse im Mittelpunkt der Überlegungen – zudem die Überzeugung des WWU-Rektorats, dass allen Lehrern beim Wissenstransfer eine zentrale Rolle zukomme.

Nur elf Hochschulen bekommen den Titel

Die Hochschule, die Exzellenzcluster, aber auch viele weitere Institute und zentrale Bereiche haben sich über mehrere Monate hinweg auf den Besuch der Gutachter vorbereitet. Teil der zweitägigen Begutachtung sind neben verschiedenen Gesprächsrunden mehrere Campus-Touren mit den Gutachtern, auf denen die WWU ihren 132 Seiten starken Antrag an zentralen Orten wie beispielsweise dem Museumsquartier, dem Batterieforschungszentrum „Meet“ und dem „Pan-Zentrum“ als medizinischem Lehrgebäude erläutern und vorstellen wird.

In NRW haben sich mit Bonn, Köln, Aachen, Bochum und Münster fünf Universitäten für die Bewerbung um den Titel und die Förderung als Exzellenzuniversität qualifiziert. Beobachter rechnen damit, dass bundesweit maximal elf Hochschulen den Zuschlag für den begehrten Titel bekommen werden – aus NRW dürften drei, maximal vier Universitäten zum Zuge kommen. Die Entscheidung wird am 19. Juli bekanntgeben.

Exzellenzstrategie

Die „Exzellenzstrategie“ besteht aus zwei Förderlinien. In der ersten, den Exzellenzclustern, hatte die WWU 2018 den Zuschlag für zwei herausragende Forscherverbünde bekommen: „Münster Mathematics“ sowie „Religion und Politik“. Mit dem Minimum von zwei Clustern hatte die WWU die Voraussetzung dafür geschaffen, sich auch als Exzellenzuniversität zu bewerben.

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