WN-Spendenaktion 2018 mit großem Erfolg abgeschlossen
216.990 Euro für soziale Projekte

Münster -

Fast 217.000 Euro für soziale Projekt in Münster und der Partnerstadt Lublin: Diese überdurchschnittliche Summe ist bei der WN-Weihnachtsspendenaktion 2018 zusammengekommen. Bei der Abschlussveranstaltung berichteten die vier Projektpartner nun über die Verwendung des Geldes.

Freitag, 05.04.2019, 21:00 Uhr
Große Freude über das überdurchschnittliche Ergebnis der WN-Weihnachtsspendenaktion 2018: Bei der Abschlussveranstaltung wurden die Projektpartner von Verleger Dr. Eduard Hüffer, Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann sowie dem stellvertretenden münsterischen Redaktionsleiter Dirk Anger empfangen.
Große Freude über das überdurchschnittliche Ergebnis der WN-Weihnachtsspendenaktion 2018: Bei der Abschlussveranstaltung wurden die Projektpartner von Verleger Dr. Eduard Hüffer, Chefredakteur Dr. Norbert Tiemann sowie dem stellvertretenden münsterischen Redaktionsleiter Dirk Anger empfangen. Foto: Jürgen Christ

Auf die Hilfsbereitschaft der münsterischen Stadtgesellschaft ist Verlass. Eine überdurchschnittliche Summe von fast 217.000 Euro kam bei der WN-Weihnachtsspendenaktion durch 1568 Einzelspenden zusammen. „Mit großer Dankbarkeit sehen wir, mit welcher Großherzigkeit sich unsere Leser sozialer Themen annehmen“, lobte Verleger Dr. Eduard Hüffer bei der Abschlussveranstaltung mit den Projektpartnern im Medienhaus Aschendorff .

Das höchste Spendenaufkommen erzielte der Freundeskreis Knochenmarktransplantation. Der Verein, der vor 25 Jahren den Bau des Knochenmarktransplantationszentrums auf den Weg brachte, hat sich zum Ziel gesetzt, vor allem Leukämiepatienten „die schwere Zeit der wochenlangen Isolation zu erleichtern“, erklärte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Christiane Böcker.

Sei es durch Spielzeug und pädagogische Angebote für allein rund 30 Kinder, die hier jährlich transplantiert werden, oder durch die Ausstattungselemente für die Patientenzimmer wie Spezialfernseher oder Telefone, die den hohen Anforderungen an eine keimfreie Umgebung genügen.

Von unschätzbarem Wert

Dinge, die von den Krankenkassen nicht finanziert werden, aber „für die Patienten und deren Heilungsaussichten von unschätzbarem Wert sind, wie Kinderonkologin Prof. Dr. Birgit Burkhardt betonte. Deshalb sollen mit dem Spendengeld im gerade entstehenden Erweiterungsbau, unter anderem Physiotherapiegeräte finanziert werden, die so Prof. Dr. Matthias Stelljes, „den Patienten ermöglichen, im Bett Fahrrad zu fahren und die Muskeln zu trainieren“.

Auch das Projekt Wünschewagen des ASB richtet sich an Schwerkranke. Letzte Wünsche zu erfüllen und Glücksmomente in auswegloser Situation zu zaubern, ist das Ziel des Teams. Noch einmal aus dem Hospiz oder Krankenhaus herauskommen und das Meer oder ein Spiel des Lieblings-Fußballvereins sehen: Dank des großen Engagements von Ehrenamtlichen sei der ASB in der Lage, solche mit viel Herzblut organisierte Tagesfahrten anzubieten, erklärte Birgit Bäumer-Borgmann, Koordinatorin der Wunschfahrten.

"Wir sind überwältigt"

Mit dem Geld aus der Spendenaktion sollen sukzessive annähernd 100 Ehrenamtliche für solche Einsätze ausgebildet werden. Dank der Berichterstattung wurde nicht nur die Spendenbereitschaft beflügelt. Bäumer-Borgmann: „Die Zahl der Anfragen ist extrem gestiegen.“

Groß ist auch die Dankbarkeit beim Förderverein Münster-Lublin. „Wir sind überwältigt von der Resonanz“, strahlte Vereinsvorsitzende Michaela Heuer. Deshalb hatte sich Jolanta Szafrańska von der Evangelisch-Augsburgischen Kirchengemeinde, die die Arbeit vor Ort koordiniert, auf die 1200 Kilometer weite Reise nach Münster gemacht.

Bekannter geworden

Der Förderverein unterstützt seit Jahren eine Schule für hör- und sehbehinderte Kinder. Jetzt können dringend benötigte Braille-Drucker angeschafft werden, „damit die blinden Kinder lesen und schreiben lernen“, so Szafrańska. Der Geldsegen ermögliche zudem die Ausstattung eines Computerraums, die Anschaffung von medizinischem Gerät im Hospiz und Unterstützung für alleinerziehende Mütter.

Bildung für Menschen mit Handicap kann auch die Familienbildungsstätte (Fabi) in Münster dank der großzügigen Leserspenden intensivieren. Unter anderem für kostenlose Koch-, Tanz- und Computerkurse, aber auch für Bildungsreisen, wie Fabi-Leiter Rob Wiltschut betont. Denn viele der Menschen mit Behinderung „haben nur ein Taschengeld zur Verfügung“. Mit ihren niederschwelligen Angeboten erreiche die Fabi jährlich rund 1000 Menschen. Über die jetzige Finanzspritze hinaus, so Wiltschut „ist es von unschätzbarem Wert, dass unsere Inklusionsarbeit bekannter geworden ist“.

Spendensummen

Bei der WN-Weihnachtsspendenaktion 2018 kamen insgesamt 216 990,72 Euro zusammen.Für :71 541,31 Euro (auf alle vier Projekte aufgeteilt) :46 186,56 Euro :44 731,25 Euro :31 712,67 Euro40 704,26 Euro

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