Hauptversammlung der Kreisjägerschaft
„Ihr seid einfach alle klasse“

Münster -

So mancher der Besucher der Jahreshauptversammlung der Kreisjägerschaft Münster in der Mensa am Aasee erlebte schon vor dem Beginn eine böse Überraschung: Aktivisten hatten in den Leuchtkästen an den Bushaltestellen ihre Meinung über Jäger plakatiert.

Montag, 08.04.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 08.04.2019, 16:00 Uhr
Eine spannende Zeit liegt hinter den Mitgliedern der Kreisjägerschaft, die der Vorsitzende Philip Schulze Buschhoff bei der Jahreshauptversammlung noch einmal Revue passieren ließ.
Eine spannende Zeit liegt hinter den Mitgliedern der Kreisjägerschaft, die der Vorsitzende Philip Schulze Buschhoff bei der Jahreshauptversammlung noch einmal Revue passieren ließ. Foto: Claus Röttig

„Da kann man ja noch drüberstehen, denn jeder darf seine Meinung äußern”, meinte einer der Gäste. Doch ein Plakat erregte mehr als nur Unmut: Darauf wurde zur Sabotage der Jagd aufgefordert, zu sehen war ein angesägter Hochsitz. „Das ist eine Anstiftung zur schweren Körperverletzung, das ist auch kein Spaß mehr“, waren sich die Jäger einig.

Derweil ging es in der Mensa um die vielen Veränderungen, die die Kreisjägerschaft im vergangenen Jahr erfahren hat. Der Vorsitzende Philip Schulze Buschhoff ließ die wichtigsten Punkte noch einmal Revue passieren. „Ihr seid einfach alle klasse“, sagte er an die versammelten Mitglieder. „Denn nur mit einer starken Gemeinschaft kann man seine Ziele durchbringen“, so Schulze Buschhoff.

Und davon gebe es einige. „Wir verstehen unsere Aufgabe als Jäger in erster Linie als Naturschützer. Alle Tiere werden durch uns gehegt, dafür müssen alle Jagdscheinbesitzer einstehen.“ Man müsse auch Verantwortung übernehmen. „Die Zeiten haben sich geändert, unsere Ziele sind auch dem Wandel unterworfen.“ Doch noch immer müssten sich die Jäger einmischen und mitmachen: „Beispielsweise haben wir bei der Änderung des Landesjagdgesetzes einen großen Teil beigetragen, ebenso zur zeitgemäßen Weiterentwicklung“, erklärte der Vorsitzende. Damit sei nicht nur die Zahl der jagdbaren Wildsorten gemeint, sondern auch die Frage nach dem Wolf. „Da werden wir aber noch nichts zu sagen, sondern erst einmal abwarten, wie sich die Lage entwickelt.“

Neben dem Jahresrückblick und einem Vortrag zum Thema Drückjagd durch Guido Erben fanden auch drei Ehrungen statt. So wurden Romano Molinaroli aus dem Hegering Ost sowie Hubert Lorenz und Alfons Peters aus dem Hegering West für 50 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Zudem mussten die Jäger einen Schatzmeister wählen, denn Ulrich Brumann stellte sich nach neun Jahren nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger ist Peter Laarmann. Außerdem wurde Kornelia Wähning von der Unteren Jagdbehörde verabschiedet, ihr Nachfolger Manfred Geers stellte sich vor.

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