Kinderuni
Ein ganzer Hörsaal voller Chirurgen

Münster -

Wer ein guter Arzt sein will, muss Patienten die richtigen Fragen stellen. Wie das geht, das zeigte am Freitagnachmittag Dr. Helmut Ahrens vom Universitätsklinikum Münster mit seinem sein Team vom Ausbildungszentrum „Limette“ bei der Kinderuni. Ganz realistisch....

Freitag, 12.04.2019, 22:00 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 13:50 Uhr
Fertigmachen für die Operation: Um zu lernen, wie man ein guter Arzt wird, muss es möglichst realistisch zugehen.  
Fertigmachen für die Operation: Um zu lernen, wie man ein guter Arzt wird, muss es möglichst realistisch zugehen.   Foto: Oliver Werner

Was macht gute Ärzte aus? Die 110 Mädchen und Jungen, die am Freitagnachmittag bei der Kinderuni waren, wissen es: Gute Ärzte stellen die richtigen Fragen. Wie das geht, lernten sie von Dr. Helmut Ahrens , Rahel Kurpat, Jan Keller und Lorena Keweloh. Nur Helmut Ahrens ist ein Arzt. Um Medizin-Studenten und -Studentinnen beizubringen, wie sie Kranke richtig behandeln, braucht es aber noch andere Fähigkeiten. Vor allem: Man muss Theater spielen können.

Jan Keller ist Schauspieler – und seine Bühne sind meist Behandlungszimmer, in denen sich Medizinstudenten, unbemerkt beobachtet von ihren Lehrern, erproben können. Bei der Kinderuni legt er sich auf einen einfachen Holztisch im Hörsaal der HNO-Klinik des Universitätsklinikums und schiebt seinen Pulli hoch, über Hundert Augenpaar blicken gebannt auf seinen Bauch.

Kinderuni zum Thema „Wie ich ein guter Arzt werde“

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Der tut weh, so erzählt es Jan Keller dem Arzt. Und die Kinder haben schon gelernt, was sie Jan jetzt fragen müssen: Seit wann? Wo genau? Hat Jan was besonderes gegessen – oder muss er vielleicht eine Mathearbeit schreiben?

In Jans Fall lautet die Diagnose Blinddarmentzündung, jetzt wird im Hörsaal operiert. Hierbei lässt Jan von einem großen Teddy vertreten, der an seiner Stelle unters Messer kommt. Helmut Ahrens verteilt an die Kinder Chirurgen-Häubchen und Mundschutz.

Rahel Kurpat ist von Beruf Theaterpädagogin, sie bildet Schauspieler wie Jan Keller aus, die für Medizinstudenten Kranke spielen. bei der Kinderuni spielt sie die Chirurgin und operiert den Teddy. Der entzündete Blinddarm – ein Stückchen Lakritz, von dem Ahrens gleich mehrere Tüten vorrätig hat, wird sogleich von den interessierten Nachwuchsmedizinern im Hörsaal genauestens untersucht – und aufgegessen, wovon bei echten Blinddärmen abgeraten wird.

Nach erfolgreicher Operation mit Narkose-Accessoire und sterilem Zubehör, das auch für echte Operationen nötig ist, erkunden die Kindern noch die „Limette“, das Ausbildungszentrum der medizinischen Fakultät.

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