Club im Stadthafen
Heaven-Neubau verzögert sich

Münster -

Im neuen „Heaven“ wird später gefeiert als zunächst geplant. Der Club wird im „Dockland-Haus“ am Dortmund-Ems-Kanal frühestens 2021 seine Pforten öffnen. Er bleibt damit länger am provisorischen Standort am Hawerkamp als zunächst geplant.

Donnerstag, 18.04.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 10:13 Uhr
Das neue Heaven – hier der Entwurf des Architekten – soll am Hafengrenzweg entstehen, direkt am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals.
Das neue Heaven – hier der Entwurf des Architekten – soll am Hafengrenzweg entstehen, direkt am Ufer des Dortmund-Ems-Kanals. Foto: Andreas Heupel Architekten

Die Rückkehr der Diskothek „Heaven“ vom provisorischen Standort am Hawerkamp in den Stadthafen verzögert sich. Nachdem die Investoren – die Gastronomen und Club-Betreiber Thomas Pieper , Pitti Duyster und Christof Bernard – noch 2017 davon ausgegangen waren, dass ihr „Dockland-Haus“ am Hafengrenzweg bis Ende 2019 eingeweiht werden kann, rechnen sie nun damit, dass die Bauarbeiten erst im Frühjahr 2020 starten werden. Im neuen „Heaven“ am Dortmund-Ems-Kanal wird damit frühestens 2021 gefeiert.

2018 hatten die Investoren das Grundstück von den Stadtwerken erworben. Mit den aktuellen Verzögerungen nähern sie sich der Grenze jenes vertraglich fixierten Zeitpunktes, an dem das Projekt konkrete Formen angenommen haben muss. Mit Konsequenzen müssen sie jedoch nicht rechnen, betont ein Stadtwerke-Sprecher. „Wir sehen, dass die Investoren bemüht sind und dass sich bei dem Vorhaben etwas tut.“

Swimming-Pool auf dem Dach

Rechtlich steht dem „Dockland-Haus“ offenbar nichts im Wege, wie man von der Stadt hört. Eine Bauvoranfrage sei bereits positiv beschieden worden, nun warte man auf den Bauantrag. Zwar werde für das Areal, auf dem der Neubau entstehen soll, gerade ein neuer Bebauungsplan aufgestellt – doch das Projekt dürfte sowohl in den bestehenden wie auch in den neuen Bebauungsplan passen, heißt es in der Verwaltung.

„Wir sind guter Dinge, dass die Planungen für unser Projekt in drei bis vier Monaten durch sind“, betont unterdessen Thomas Pieper vom Investorenteam. Einige Details müssten bis dahin noch geklärt werden. So sei bislang unklar, wie tief der auf dem Dach des „Dockland-Hauses“ geplante Swimming-Pool werden soll. Von dieser Entscheidung wiederum hängen die statischen Berechnungen ab, sagt Pieper. Zudem überlege man, die geplante Küche zu verkleinern.

Bauarbeiten starten im Frühjahr 2021

„Das ist kein einfaches Bürohaus, sondern ein kompliziertes Vorhaben“, sagt Pieper. „Außerdem müssen wir die Kosten im Auge behalten. Es soll sich schließlich rechnen.“ In den kommenden Monaten werde ein „cooler, finanzierbarer Entwurf“ auf dem Tisch liegen, danach werde man den Bauantrag stellen. „Geht der schnell durch, dann rechne ich damit, dass die Bauarbeiten im Frühjahr 2020 starten. Fertigstellung wäre dann 2021.“

Das neue „Heaven“ am Kanal soll Platz für bis zu 900 Personen bieten. Aktuell ist es provisorisch am Hawerkamp untergebracht. Zuvor befand es sich in den Osmo-Hallen am Kreativkai, diese sind inzwischen abgerissen worden.

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