Jubiläum der Fakultät Wirtschaft
Bewegte 50 Jahre Ökonomie

Münster -

Vor 50 Jahren gründete die Uni Münster die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Fünf Jahrzehnt bewegter Geschichte feiern die Ökonomen jetzt mit bewegten Bildern – einem Filmfestival im Schlosstheater.

Donnerstag, 25.04.2019, 08:00 Uhr aktualisiert: 25.04.2019, 16:29 Uhr
Der Künstler Robert Matzke hat das Plakat zum Filmfestival anlässlich des Jubiläums der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im James-Bond-Stil kreiert. Zu erkennen sind unter anderen Dekanin Theresia Theurl oder der Finanzwissenschaftler Andreas Pfingsten.
Der Künstler Robert Matzke hat das Plakat zum Filmfestival anlässlich des Jubiläums der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im James-Bond-Stil kreiert. Zu erkennen sind unter anderen Dekanin Theresia Theurl oder der Finanzwissenschaftler Andreas Pfingsten. Foto: goldmarie design/Robert Matzke

Es waren die bewegten Zeiten der „68er“, als die Universität Münster im Folgejahr 1969 eine neue Fakultät aus der Taufe hob. Die wachsende Disziplin Wirtschaftswissenschaften wurde als eigene Fakultät aus der bisherigen Rechts- und sozialwissenschaftlichen Fakultät ausgegliedert. Entsprechend gibt es in diesem Sommersemester bei den „Wiwis“, wie die Wirtschaftswissenschaftler im Studentenjargon heißen, nach 50 Jahren ein Jubiläum zu feiern.

„Wirtschaftswissenschaften lassen sich schlecht vor Publikum zeigen“, sagt Thorsten Hennig-Thurau . Der Marketing-Professor ist auch ein großer Filmfan- und Kenner – und darum werden die Wirtschaftswissenschaften in der Woche vom 13. bis zum 17. Mai in einem Filmfestival im Schlosstheater inszeniert. Die Fakultät ließ von der Agentur Goldmarie Design durch den Künstler Robert Matzke ein Plakat mit realen Köpfen aus der Fakultätsgeschichte im Stil eines James-Bond-Posters zeichnen. Das Motto lautet „Im Auftrag des FB 4. Kapitale Blockbuster treffen auf spannende Gespräche.“

Diskussion über das große Geld

Zum Auftakt läuft am 13. Mai (Montag) der Oliver-Stone-Film „Wall Street“ und anschließend diskutieren der ehemalige Bundesbank-Vorstand Andreas Dombret, die linke Ökonomin Carmen Giovanazzi mit Fakultätsdekanin Theresia Theurl über „Das große Geld“. Am Dienstag geht es nach der Billy-Wilder-Komödie „Eins zwei drei“ um das Thema Marketing.

Hier diskutiert der münsterische Marketing-Professor Heribert Meffert mit dem Chef der Werbeagentur von Coca-Cola und den Geschäftsführern der münsterischen Alternativ- Softdrink-Kreation „Liba“. An den weiteren Abenden geht es mit dem Film Moneyball um Big Data am Beispiel des Sports und um die ökonomische Bedeutung von Social Media in dem Film „The Social Network“ über Mark Zuckerberg und die Entstehung von Facebook.

Es geht um Macht

Hier diskutiert unter anderen die Münsteranerin und ehemals bei den Piraten aktive Digital-Politikerin Marina Weisband. Dass die Protagonisten der Filme nicht eben positiv besetzte Heldenfiguren sind, sieht Hennig-Thurau als willkommener Anlass zur kontroversen Diskussion. „Es geht immer um Macht und Machtmissbrauch“, sagt er – ein Spannungsfeld, in dem sich auch Ökonomen bewegen.

Apropos Kontroversen: Zum offiziellen Festakt der Fakultät am 17. Mai (Freitag) im Schloss wird der berühmte und für pointierte Thesen bekannte ehemalige Präsident des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung, Hans- Werner Sinn zu einem Vortrag erwartet. Sinn hat zur Zeit der Fakultätsgründung an der WWU studiert. Anschließend soll im Innenhof des Juridicums mit Live-Musik der Band „Old Kids on the Stock“ gefeiert werden. Ab 22.30 Uhr geht im Jovel weiter – die entsprechende Party wird von der Fachschaft organisiert.

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