Frühjahrstagung des Netzwerks „Sneep“
Ethischer Blick auf die Wirtschaft

Münster -

Unter dem Motto „Konsum neu denken“ veranstaltete die münstersche Lokalgruppe der Initiative „Sneep“ am Wochenende Vorträge, Workshops und Aktionen, die sich kritisch mit der Wirtschaft auseinandersetzten und mögliche Alternativen aufzeigten.

Montag, 29.04.2019, 07:00 Uhr
Wollen die Wirtschaft neu denken: Die münsterischen Lokalgruppenleiter Nico Studenroth (l.) und Robin Liebholz sowie Tagungsorganisatorin Melissa Aug (2.v.l.) und Sneep-Vorstandsvorsitzende Rebecca Ruehle.
Wollen die Wirtschaft neu denken: Die münsterischen Lokalgruppenleiter Nico Studenroth (l.) und Robin Liebholz sowie Tagungsorganisatorin Melissa Aug (2.v.l.) und Sneep-Vorstandsvorsitzende Rebecca Ruehle. Foto: Juliam Alexander Fischer

Das aktuelle Wirtschaftssystem bedarf einer Veränderung – dieser Meinung ist das studentische Netzwerk Sneep, das sich für die Entwicklung einer ethischen und nachhaltigen Ökonomie einsetzt. Aus diesem Grund trafen sich am Wochenende rund 90 Mitglieder in Münster zur Frühjahrstagung.

Unter dem Motto „Konsum neu denken“ veranstaltete die münsterische Lokalgruppe am Institut für Politikwissenschaft von Donnerstag bis Sonntag zahlreiche Vorträge, Workshops und andere Aktionen, die sich kritisch mit der Wirtschaft auseinandersetzten und mögliche Alternativen aufzeigten. „Wir wollen ein Bewusstsein für wirtschaftsethische Themen schaffen. Diese Tagung stärkt die Motivation, weil man neue interessante Gedanken hört“, erklärte Organisatorin Melissa Aug.

In den Vorträgen entdeckt man viele Punkte, die man in das eigene Leben integrieren kann. Konsum ist bei vielen Menschen ein Teil der Identität. Das gibt zu denken.

Sneep-Vorstandsvorsitzende Rebecca Ruehle

Auch die Sneep-Vorstandsvorsitzende Rebecca Ruehle zog eine positive Bilanz: „In den Vorträgen entdeckt man viele Punkte, die man in das eigene Leben integrieren kann. Konsum ist bei vielen Menschen ein Teil der Identität. Das gibt zu denken.“

In Workshops konnten die Teilnehmer diese Punkte auch praktisch anwenden. So gab es neben Kursen zu den Themen Herstellung von Kosmetik oder Ethik im Versicherungsgeschäft auch einen Beitrag zur Gemeinwohlökonomie. Diese schlägt ein alternatives Wirtschaftssystem vor. „Zur Messung von Erfolg sollte die Wirtschaft nicht Geld verwenden, sondern die Orientierung am Gemeinwohl – und Produkte fördern, die diesem dienen“, verdeutlichte Workshopleiter Tobias Daur.

Maßgeblich unterstützt wurde die Tagung von der Genossenschaft Oikocredit, die Geld an kleine Unternehmen oder Einzelpersonen in Entwicklungsländern verleiht. Die Zusammenarbeit beruhe auf einem ähnlichen Blick auf die Wirtschaft, erklärte Jens Elmer von Oikocredit: „Wir müssen abseits des Mainstreams denken und weg vom reinen Gewinndenken kommen. Das sieht Sneep wie wir.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6572912?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Starker Anstieg der Mäusepopulation im Münsterland
Rötelmäuse wie diese übertragen das Hantavirus.
Nachrichten-Ticker