Botanischer Garten
Paten für Pflanzen gesucht

Münster -

Soll es die Silberdistel sein oder doch gleich der Baum der Liebe? Im Botanischen Garten kann man jetzt Pflanzenpate werden. Uni-Rektor Johannes Wessels findet eine Pflanze ganz besonders toll – könnte am tollen Namen liegen...

Dienstag, 30.04.2019, 07:30 Uhr aktualisiert: 30.04.2019, 07:59 Uhr
Siggi Spiegelburg, neuerdings Patin der Prinzessinnenblume, hat selbst „einen großen Garten“, besucht aber häufig den Botanischen Garten mit Freunden.
Siggi Spiegelburg, neuerdings Patin der Prinzessinnenblume, hat selbst „einen großen Garten“, besucht aber häufig den Botanischen Garten mit Freunden. Foto: Andreas Hasenkamp

Jeder Bürger hat jetzt die Möglichkeit, den Botanischen Garten durch eine Pflanzenpatenschaft zu unterstützen. Die Aktion und erste Paten stellte die Universität am Montag vor. Die Patenschaften sind exklusiv: Jede Pflanze hat nur einen Paten. Die Paten bekommen eine Urkunde, und ihr Name schmückt einen Pflanzen-Stecker.

Welche Pflanzen sind noch frei? Schon zugeschlagen hat die Autorin eines Kaffee-Buches. Etwa 8000 Arten hat der Garten aufzuweisen, der jährlich 200 000 Besucher anzieht. Die Liste auf pflanzenpate.de wird ständig aktualisiert und bietet zu jeder Pflanze Hintergründe. Die Preise für eine einjährige Patenschaft reichen von 50 Euro für die Silberdistel bis zum „Baum der Liebe“ für 1000 Euro. Es gibt Pflanzen für Liebhaber von Schmetterlingen oder Teneriffa-Freunde. Physiker und Uni-Rektor Johannes Wessels ist auf den Namen „Explodiergurke“ abgefahren.

Für besondere Aktionen fehlt Geld

Warum macht der Botanische Garten das, obwohl er einen Förderkreis hat und Spender? Die Hintergründe erklärten am Montag in der Orangerie der Rektor der Universität, Prof. Dr. Johannes Wessels, der Direktor und Kustos des Botanischen Gartens, Prof. Dr. Kai Müller und Dr. Denisse Stefan Bauer. Dank Mitgliedern und Spendern könne man einiges bezahlen, so Müller, meist auch die Decken reparieren. Für besondere Aktionen fehle Geld, etwa, um die Sammlung von Pelargonien besser zugänglich zu machen oder die fleischfressenden Pflanzen. Solche Aktionen sind für Wessels wichtig, um den Botanischen Garten – ein Ort von Lehre und Forschung – als „zentralen Ort des Transfers“ herauszustreichen.

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Die ersten Pflanzenpaten erhielten ihre Urkunden von Uni-Rektor Johannes Wessels (r.):  Designerin Siggi Spiegelburg (v.l.), Bäckermeister Georg Krimphove und Marketing-Expertin Bernadette Spinnen. Vor ihnen ein Großmodell des Baum-Talers. Foto: Andreas Hasenkamp

„Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, all das, was wir als Forschung betreiben, in die Bevölkerung zu bringen.“ Wichtig sei er auch als Ort des außerschulischen Lernens für Kitas, Schulklassen und Lehramts-Studierende.

Bäckermeister als Pate für den "Kuchenbaum"

Der Pate des Kuchenbaumes ist Bäckermeister Georg Krimphove. Er sieht den Botanischen Garten als Kleinod und spendet, denn er glaubt: „Viele wissen um das Kleinod noch gar nicht“. Seine Patenpflanze „riecht im Herbst nach Kuchen“.

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Georg Krimphove Foto: Andreas Hasenkamp

Er backt auch für den guten Zweck: Vom Erlös der „Baumtaler“ fließt ein Viertel an den Garten. Die Patin der Wildwiese, Bernadette Spinnen von Münster-Marketing, erwärmte sich für die bunte Vielfalt, die sie auch mit Stadt und Universität verknüpft. Siggi Spiegelburg geht gern mit Freunden hierher, obwohl sie selbst einen großen Garten habe. Sie wählte die Prinzessinnenblume.

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