Weltkriegsmunition entschärft
Bombe legt Hauptbahnhof Münster lahm

Münster -

Bombenalarm mitten im Berufsverkehr: Die Entschärfung einer ameri­kanischen 125-Kilogramm-Weltkriegsbombe am münsterischen Hauptbahnhof hat den Bahnverkehr am Mittwochnachmittag zeitweise zum Erliegen gebracht. Durch Straßensperrungen rund um den Fundort auf der Baustelle am Bremer Platz kam es in der Innenstadt außerdem zu Staus und Behinderungen im Feierabendverkehr.

Mittwoch, 08.05.2019, 20:25 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 22:29 Uhr
Wegen des Bombenfunds am Hauptbahnhof sperrte die Bahn ab 17.15 Uhr den Zugang zu den Gleisen.
Wegen des Bombenfunds am Hauptbahnhof sperrte die Bahn ab 17.15 Uhr den Zugang zu den Gleisen. Foto: Oliver Werner

Ab 15.30 Uhr forderte die Feuerwehr die Anwohner im Umkreis von 200 Metern um die Fundstelle zum Verlassen ihrer Wohnungen auf. Von der Evakuierung im Bahnhofsviertel waren nach Angaben von Feuerwehrsprecher Jörg Rosenkranz rund 1000 Menschen betroffen.

„Alles gut gelaufen“, sagte Einsatzleiter Dirk Hülsken , nachdem die Sprengstoff-Experten von der Bezirks­ regierung Arnsberg die Bombe um 17.55 Uhr entschärft hatten. Die Zusammenarbeit mit der Bahn, den Behörden und den Hilfsorganisationen habe gut funktioniert, sagte Hülsken. Durch die zügige Räumung des abgesperrten Bereichs konnte die Entschärfung rund 20 Minuten früher beginnen als geplant.

Verspätungen im Zugverkehr

Während der Evakuierung gab es eine Betreuungsstelle, in der 25 Personen versorgt wurden. Zwölf Menschen wurden per Krankentransport aus der Gefahrenzone gebracht. Rund 150 Kräfte der Feuerwehr, Polizei und der Hilfsorganisationen waren im Einsatz – darunter neun Löschzüge der Frei­willigen Feuerwehr.

Bombe am Hauptbahnhof entschärft

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Die Bahn sperrte ab 17.15 Uhr Teile des Hauptbahnhofs. Während die Bahnhofshalle für Reisende zugänglich blieb, musste der Zugverkehr gestoppt oder umgeleitet werden. „Betroffen waren insgesamt 40 Züge“, sagte ein Bahnsprecher. Ausfälle gab es vor allem auf regionalen Verbindungen, aber auch Fernzüge mussten Umwege fahren.

Um 18 Uhr gab die Bahn den Verkehr wieder frei. „Weil die Umläufe sich erst wieder eintakten müssen“, wie der Bahnsprecher erklärte, kam es aber auch danach noch zu zahlreichen Verspätungen im Zugverkehr.

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