SPD Münster trauert um Wolf-Michael Catenhusen
„Ein bundesweit hoch angesehener Fachpolitiker“

Münster -

Sein Lebensmittelpunkt war seit langem Berlin – doch die Verbundenheit zu Münster und speziell zum Stadtteil Coerde riss nie ab. Entsprechend groß ist jetzt die Trauer der münsterischen SPD über den Tod ihres langjährigen Vorsitzenden Wolf-Michael Catenhusen.

Freitag, 10.05.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 10.05.2019, 19:04 Uhr
Catenhusen (r.) kannte über Jahrzehnte hinweg die Parteigroßen der er SPD, hier sitzt er mit Willy Brandt zusammen.
Catenhusen (r.) kannte über Jahrzehnte hinweg die Parteigroßen der er SPD, hier sitzt er mit Willy Brandt zusammen.

Die SPD Münster trauert um ihren ehemaligen Vorsitzenden und Bundestagsabgeordneten Wolf-Michael Catenhusen , der am 30. April in Berlin verstorben ist. Der 1945 geborene Catenhusen war von 1975 bis 1985 Vorsitzender der SPD Münster und von 1980 bis 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages .

„Mit Wolf-Michael Catenhusen verlieren wir eine über viele Jahre prägende Gestalt der münsterischen SPD. Er hat sich mit seiner politischen Arbeit nicht nur große Verdienste für Münster und die SPD hier vor Ort erworben, sondern war ein bundesweit hoch angesehener Fachpolitiker in Fragen der Bildungspolitik und eines verantwortungsvollen Umgangs mit den Chancen und Risiken neuer Technologien“, erklärt der Vorsitzende der SPD Münster, Robert von Olberg.

Mit Münster und speziell mit Coerde stets verbunden

„Auch nachdem er seinen Lebensmittelpunkt vor einigen Jahren nach Berlin verlagert hatte, fühlte Wolf-Michael Catenhusen sich stets mit Münster und speziell dem Stadtteil Coerde verbunden. Erst im vergangenen Jahr konnten wir ihn für 50 Jahre Parteimitgliedschaft ehren“, ergänzt Marianne Hopmann, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Coerde, dem Catenhusen bis zuletzt angehörte.

Catenhusen zusammen mit Johannes Rau.

Catenhusen zusammen mit Johannes Rau.

In den Jahren von 1998 bis 2002 bekleidete Catenhusen in der ersten rot-grünen Bundesregierung das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag war er von 2003 bis 2005 beamteter Staatssekretär im selben Ministerium. Von 1995 bis 2003 gehörte Catenhusen zudem dem SPD-Bundesvorstand an.

Starkes zivilgesellschaftliches Engagement

Neben seinen herausgehobenen politischen Funktionen engagierte sich Catenhusen auch stark zivilgesellschaftlich. So gehörte er von 1999 bis 2011 dem Präsidium des Deutschen Evangelischen Kirchentages an. Von 2006 bis 2011 war Catenhusen Vorsitzender der beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit angesiedelten Nano-Kommission der Bundesregierung.

Seit 2006 und bis zuletzt war er Mitglied des Nationalen Normenkontrollrats und von 2008 bis 2016 auch Mitglied im Deutschen Ethikrat.

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