Feierstunde 100 Jahre Niederdeutsche Bühne
„Da passiert echtes Theater“

Münster -

Der Jubilar wurde standesgemäß gefeiert: Als sich am Sonntag die Gäste im Rathaus-Festsaal versammelten, um der Niederdeutschen Bühne zum „Hundertsten“ zu gratulieren, da bekamen sie reichlich Niederdeutsches in Wort und Klang zu hören. Sogar das Premierenstück aus dem Jahr 1919.

Sonntag, 12.05.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 13.05.2019, 14:56 Uhr
Generalintendant Dr. Ulrich Peters (l.) gratulierte der Niederdeutschen Bühne zum 100. Geburtstag. Deren Vorsitzende Elisabeth Georges (r.) freute sich auch über den Besuch der Ehrengäste: Oberbürgermeister Markus Lewe (vorne, v.r.) und seine Frau Maria sowie Kulturdezernentin Cornelia Wilkens.
Generalintendant Dr. Ulrich Peters (l.) gratulierte der Niederdeutschen Bühne zum 100. Geburtstag. Deren Vorsitzende Elisabeth Georges (r.) freute sich auch über den Besuch der Ehrengäste: Oberbürgermeister Markus Lewe (vorne, v.r.) und seine Frau Maria sowie Kulturdezernentin Cornelia Wilkens. Foto: Matthias Ahlke

Wie könnte sich eine Bühne zum 100. Geburtstag besser präsentieren als mit einem kleinen Querschnitt durch das Repertoire? So begab es sich auch am Sonntagmorgen im Rathaus-Festsaal in Münster.

Kathrin Henschel , Bernd Artmann und Matthias Dierker spielten Karl Wagenfelds „Hatt giegen Hatt“, mit dem die Bühne 1919 gestartet war, Monika Rappers und Hannes Demming „Jöppe in’t Paradies“ und wiederum Hannes Demming, Hermann Fischer und Uli Tarner eine Szene der jüngsten Erfolgsproduktion „3 Mannslüü in’n Snei“. Die über 200 Gäste bekamen aber noch mehr Niederdeutsches zu hören, und zwar Lieder zur Gitarre mit Georg Bühren und Alexander Buske.

„Dat Hues is voll!“, bemerkte Elisabeth Georges, Vorsitzende der Niederdeutschen Bühne, mit Zufriedenheit, und die schönsten Komplimente an diesem (Mutter-)Tag ließen nicht lange auf sich warten. Generalintendant Dr. Ulrich Peters lobte: „Da gibt es keine ,Tümelei’, da passiert echtes Theater.“ Die Sparte habe ihm schon sein Intendanten-Kollege Achim Thorwald ans Herz gelegt, und er werde bei seinem Nachfolger einst ebenso verfahren.

Oberbürgermeister Markus Lewe sprach angesichts weiterer Jubiläen (Sinfonieorchester, Musikschule, Musikhochschule) von einer wichtigen „kulturellen Klammer“ für die Gesellschaft. Das, was die Niederdeutsche Bühne mit der Pflege der niederdeutschen Sprache bewirke, sei „identitätsstiftend“. Nur wer seine Identität und seine Heimat schätze, könne auch anderen Menschen „ein Stück Zuhause zu geben“.

Das Salonorchester „Jalousie“ sorgte für stimmungsvolle Übergänge zwischen den Wortbeiträgen.

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