Kommentar zum Platzsturm im Preußenstadion
Lasst sie doch laufen

Münster -

Nach dem letzten Preußen-Heimspiel der Saison diskutiert Münster weniger über das Spiel, als vielmehr über das Auftreten der Polizei. Die hatte versucht, einen Platzsturm der Karlsruher Fans, die mit ihrer Mannschaft den Zweitliga-Aufstieg wortwörtlich „hautnah“ feiern wollte, zu verhindern. Peinlich und gefährlich nennt Ralf Repöhler die Strategie in seinem Kommentar.

Sonntag, 12.05.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2019, 19:44 Uhr
 Feiernde Karlsruher Fans im Preußenstadion
 Feiernde Karlsruher Fans im Preußenstadion Foto: Jürgen Peperhowe

Das Schöne am Fußball ist, dass Vereine aufsteigen können. In Münster träumen die Preußen davon seit Jahren. Die Karlsruher haben es in dieser Saison geschafft – die letzten notwendigen Punkte dafür holten sie im Preußenstadion. Herzlichen Glückwunsch!

Natürlich begleiteten Tausende Fans die Karlsruher nach Münster („KSC olé“). Natürlich bejubelten sie lautstark die vier Tore („Der KSC ist wieder da“), und natürlich wollten sie nach Schlusspfiff zur erfolgreichen Mannschaft auf den Rasen, um mit den Aufstiegshelden gemeinsam zu feiern („Nie mehr dritte Liga“). So wie überall in den Stadien in der Stunde des Erfolgs.

SC Preußen Münster – Karlsruher SC

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  • Nachdem der Aufstieg ihrer Mannschaft feststeht, stürmen KSC-Fans das Spielfeld im Preußenstadion.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Der Karlsruher Anhang feiert, bis es qualmt.

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  • Verletzungspause nach einem Zusammenprall.

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  • Ratlose Gesichter bei Kevin Rodrigues Pires, Niklas Heidemann, René Klingenburg und Moritz Heinrich.

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  • Ole Kittner beim Gedankenaustausch mit Schiedsrichter Lasse Koslowski.

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  • Auch Trainer Marco Antwerpen ist nicht zufrieden mit dem Schiedsrichtergespann.

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  • Sandrino Braun und Kevin Rodrigues Pires müssen nach dem 0:2 den Torjubel der Karlsruher ertragen.

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  • René Klingenburg im Duell mit Alexander Groß.

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  • Unverständnis für eine Entscheidung des Unparteiischen.

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  • Der Führungstreffer der Gäste ...

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  • ... durch Marvin Pourié.

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  • Karlsruher Aufstiegsjubel.

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  • SCP-Coach Marco Antwerpen gratuliert KSC-Trainer Alois Schwartz.

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  • Rufat Dadashov beim Kopfballduell mit zwei KSC-Spielern.

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  • Freude bei den Karlsruhern.

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  • Das Oldie-Team des SC Preußen mit Trainer Helmut Horsch.

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  • Vor dem Anpfiff: Ehrung aller Spieler, die den Verein verlassen werden.

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  • KSC-Aufstiegsfreude.

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  • Polizeikräfte versuchen, für Ordnung zu sorgen.

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  • Karlsruher Fans, zunächst auf dem Zaun, ...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • ... dann kurz vor dem Platzsturm.

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  • Der scheidende SCP-Trainer Marco Antwerpen.

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  • KSC-Fans duellieren sich mit Polizisten.

    Foto: Jürgen Peperhowe

Peinliche und gefährliche Strategie

In Münster hatten vermeintliche Sicherheitsexperten tatsächlich geglaubt, die Karlsruhe-Fans würden in den Blöcken bleiben und einfach nur zugucken. Dutzende Polizisten bauten sich kurz vor Spielende hinter Ordnern vor der Gästekurve auf, um die Aufstiegsfeier zu bremsen. Es dauerte allerdings nur wenige Minuten, bis die euphorisierten Fans im kollektiven Ansturm die dichte Polizeiformation durchbrachen. Es war ein Zufall, dass angesichts dieser peinlichen und gefährlichen Strategie offenbar nur wenige Menschen verletzt wurden.

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