Initiative übergibt Unterschriften
Hoffnung auf Zuflucht

Münster -

371 Flüchtlinge soll Münster zusätzlich aufnehmen – und damit ein Zeichen setzen. Das fordert die Initiative „Münster Stadt der Zuflucht“. Unterzeichnet ist die Forderung von 2600 Münsteranern.

Dienstag, 14.05.2019, 13:00 Uhr aktualisiert: 14.05.2019, 14:31 Uhr
2600 Unterschriften übergab „Münster Stadt der Zuflucht“ im Beisein mehrerer Ratsvertreter an Stadtdirektor Thomas Paal.
2600 Unterschriften übergab „Münster Stadt der Zuflucht“ im Beisein mehrerer Ratsvertreter an Stadtdirektor Thomas Paal. Foto: Björn Meyer

Vor 371 Jahren wurde in Münster der Westfälische Frieden geschlossen. Für jedes dieser Jahre, das seitdem vergangenen ist, möchte die Initiative „Münster Stadt der Zuflucht“ die Stadt veranlassen, einen der Menschen aufzunehmen, die in Griechenland und Serbien in Auffanglagern ihr Dasein fristen. Um ihrem Wunsch an den Rat der Stadt und die Verwaltung Ausdruck zu verleihen, hat die Initiative im Beisein von Vertretern mehrerer Ratsfraktionen am Montagnachmittag rund 2600 Unterschriften von Münsteranern an Stadtdirektor Thomas Paal vor dem Ratssaal übergeben.

Der Ort der Übergabe dürfte kein Zufall sein, denn für die Ratssitzung am 22. Mai erhofft sich die Initiative, dass der Rat das Ansinnen, 371 Menschen aus Auffanglagern aufzunehmen, mehrheitlich beschließen möge. In diesen Lagern, so Doris Hess-Diebäcker stellvertretend für die Initiative „Münster Stadt der Zuflucht“, würden den Menschen, nahezu abseits jeglicher medialer Aufmerksamkeit, elementare Menschenrechte verwährt. Sie wies zudem auch darauf hin, dass unter anderem auch in Polen bereits Städte einer zusätzlichen Aufnahme zugestimmt hätten. Städte eines Staates also, der hierzulande eigentlich für eine gänzlich andere Flüchtlingspolitik bekannt sei. „Daran sieht man, dass Kommunen oft anders entscheiden als Nationalstaaten“, so Hess-Diebäcker.

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